“Freispiel Ahoi! Meine 15 liebsten Freie-Software Spiele für den PC” von René Kopeinig

Man muss nicht immer teures Geld für Computerspiele ausgeben, wenn es auch Gutes aus der Freien Community gibt. Viele dieser Spiele laufen auf allen unterschiedlichen Plattformen (GNU/Linux, Windows & MacOS) und stehen auch bekannten Klassikern in Nichts nach. In diesem Artikel findest du eine Auflistung meiner 15 liebsten Freie-Software Computerspiele mit einem persönlichen Kommentar sowie allen Downloadlinks, um sie dir gleich zu holen. Viel Freude beim Ausprobieren! ~~ René Kopeinig

Platz 15 – xBill

Dieses Spiel ist ein kleiner Zeitvertreib, in dem man versucht den, bösen Bill (wer auch immer damit gemeint ist 😉 ) und seine Klone vom Installieren teuflischer Schadsoftware auf euren Computern abzuhalten. Jedes Level fordert einen noch mehr, weil sich die Netzwerkdichte der Computer – und damit die Verbreitungsmöglichkeit der Schadsoftware – erhöht. Bill gibt sich jede Menge Mühe, euer Netzwerk zu unterwandern, aber wenn man schnell ist, weiß man das gewusst zu verhindern. Xbill ist ein wahres Klickfestival! 🙂

http://www.xbill.org/

Platz 14 – Sauerbraten

Man mag es kaum glauben, Sauerbraten ist trotz des Namens vegan. 😉 Hier spielt der Spieler in einem düsteren Gelände unterschiedliche Charaktere und versucht, sich in der Arena im Multiplayer bzw. in der Kampagne gegen fiese Gegner zu behaupten. Ein Game mit Retro-Flair für jeden Egoshooter-Fan – vorallem Quake-Fans werden es lieben! 🙂

http://sauerbraten.org/

Platz 13 – OpenArena

OpenArena ist ein Shooter im Sinne von CounterStrike 1.6 mit ähnlicher Spielmechanik. Allerdings ist OpenArena ein schneller Shooter und damit meine ich ein wirklich schneller Shooter. Die KI ist gnadenlos und bestraft jeden Fehler, wenn man sich ihr im schweren Modus entgegen stellt. Das Spiel eignet sich gut für LAN-Parties und durch die unterschiedlichen Waffensysteme ist für jeden Spielertyp etwas dabei.

http://www.openarena.ws/smfnews.php

Platz 12 – OpenTTD

Bürgermeister werden ist nicht schwer, Bürgermeister sein dagegen sehr! Das merkt man bei OpenTTD wirklich, als freie Alternative zu Tycoon merkt man was alles in einer Stadt gebraucht wird und je größer sie wird, desto komplizierter werden auch die Wünsche der Bewohner. Wer also schon immer mal Bürgermeister seiner eigenen Stadt sein wollte, der kann in OpenTTD seinen Wunsch erfüllen. Aber Achtung, ist die eigene Stadt einmal gebaut und floriert, dann vergehen die Stunden wie im Fluge! 🙂

https://www.openttd.org/

Platz 11 – Teeworlds

Ein bisschen Nervenkitzel gefällig? In diesem Single- bzw. Multiplayer-Game gehts um Geschwindigkeit, Zielfähigkeit und etwas Glück. Für jede kleine Pause ist Teeworld das perfekte Spiel für zwischendurch mit Spaß-Garantie! 🙂

https://www.teeworlds.com/

Platz 10 – SuperTux2

Wer SuperMario mag, mag SuperTux2 – ganz einfach. SuperTux2 ist ein Jump&Run der alten Schule. Man spielt einen lieben kleinen Pinguin, der versucht die andere Inselseite zu erreichen. Von der Spielmechanik ist es Mario ganz ähnlich, anstatt Pilze sammelt man hier Schneebälle, aber die Feuerblume ist geblieben. Allerdings bekommt unser kleiner Pingu dann keinen weißen Anzug wie in Mario, sondern er bekommt einen Feuerwehrmannhelm wie Grisu. Das Spiel ist ein wirklich netter Zeitvertreib und bietet neben einem Leveleditor auch die Möglichkeit, es mit einem JoyStick zu spielen. Nochmal, wer SuperMario mag, wird SuperTux2 genauso ins Herz schließen, von daher einfach mal das freie Pendant dazu ausprobieren. 🙂

www.supertux.org

Platz 9 – SuperTuxKart

SuperTux-Car, was muss man da großartig zu sagen. Ein Spiel, das sich wie MarioKart spielt und mit eben solchen Finessen auftritt. Ein Spaß für alle kompetativen Rennfahrer und das völlig frei von Kosten.

supertuxkart.net

Platz 8 – OpenClonk

OpenClonk; sperriger Name, flüssiges Gameplay. Wer das Erkunden liebt, wird auch OpenClonk nicht von der Bettkante stoßen. In diesem Spiel gibt es vieles zu entdecken und auch zu Bauen (Stichwort Level-Editor). Die Spielmechanik erinnert ein bisschen an Minecraft und hat auch das gleiche Suchtpotential! 😉

www.openclonk.org

Platz 7 – PyChess

Ja richtig gelesen, natürlich findet sich ein Schachprogramm in meiner Top Ten. Neben PyChess gibt es noch unzählige freie Schachprogramme wie z.B. xBoard (das ältestes freie Programm). Computer-Fans lieben dieses Spiel aufgrund ihrer 8×8 Matrix, den verschiedenen Bewegungsmöglichkeit der Figuren und den diversesten Strategieansätzen… aber ich schweife ab. Für mich ist xChess der Gewinner unter den Programmen, nicht, weil man in xChess unterschiedliche Schach-Engines nutzen kann (das auch), sondern weil es die Möglichkeit des Einbindens verschiedener internationaler Schachserver gibt. Man kann sogar am Flagschiff fide.com spielen. xBoard kommt mit allem klar. Es gibt einem sogar die Möglichkeit, die gespielten Partien im offiziellen .pgn-Format abzuspeichern, um sie entsprechend für die eigene Sammlung gespielter Partien auszudrucken oder Freunden zuzusenden.


www.pychess.org

Platz 6 – Warzone2100

Warzone2100 – der Name verrät bereits, um was es geht. Eine Kriegszone im Jahr 2100, die Grafik erinnert stark an eine Mischung aus Alarmstufe Rot und StarCraft, allerdings ist die Spielmechanik etwas unterschiedlich zu den genannten. Was Warzone2100 so besonders macht, ist die Bauweise von Truppen. Richtig gelesen, man kann nicht nur Häuser bauen sondern in diesem Spiel auch eigene Truppen entwickeln. Je nachdem was man zur Verfügung hat, kann schon mal ein Kettenpanzer mit einen Raketenwerfer oder einem Reparierkran ausgestattet werden. Warzone2100 bietet auch die Möglichkeit eines Multiplayer-Modus, bei dem man mit bis zu 10 Freunden spielen kann.

wz2100.net/de

Platz 5 – Frets on Fire

Alle Welt kennt das Spiel Rockstar mit der kleinen Plastikgitarre. Frets on Fire kann man als freie Rockstar-Alternative bezeichnen, nur anstatt der Plastikgitarre spielt man hier mit der Computer-Tastatur. Die Leertaste wird zum Plektrum, die Tasten F1 bis F4 zu deinen Seiten. Egal welches Gitarrensolo du auch spielen willst, es findet sich eine Datei dazu in Frets on Fire. Da kann man also nur sagen: “Rock’n’Roll und Hau in die Tasten!” 🙂

fretsonfire.sourcforge.net

Platz 4 – Pingus

Ein Spiel mit Suchtfaktor. Bei Pingus geht es – wie bei Lemminge – darum, so viele Pinguine wie möglich den Übergang zu ermöglichen. Es gibt viele spannende Rätsel, ein tolle Geschichte zum Klimawandel und einen exzellenten Editor, um selbst Rätsel zu bauen. Wer einmal Pingus anfängt, möchte nicht mehr aufhören und seine kleinen Pinguinfreunde sicher durch die gefährlichen Welten hindurchbringen. Unbedingt ausprobieren. 🙂

pingus.seul.org

Platz 3 – UltraStar Deluxe

UltraStar ist ein Spiel für die ganze Familie. Wer Singstar kennt wird UltraStar Deluxe lieben. UltraStar ist ein Singspiel, das sich für jede gute Party eignet. Im gegensatz zu Singstar gibt es hier keine Musikbegrenzung. Zu beinahe jedem Lied lässt sich ein UltraStar-Paket finden und falls es doch keines gibt, kann man selbst eines erstellen. Also ran ans Mikrophon und los geht die Party! 🙂

usdx.eu

Platz 2 – 0.A.D.

* Hach * bei 0.A.D. komme ich gleich ins Schwärmen, man kann nicht sagen, es ist so gut wie ein das Echtzeitstrategiespiel Age of Empires III (obwohl es diesem Spiel sehr ähnelt), es ist besser. Die Machergemeinschaft dieses Spiels gibt sich richtig Mühe, so detailgetreu als möglich dem geschichtlichen Hintergrund der unterschiedlichen Stämme zu entsprechen. Egal, ob man mit den Römern oder den Brittonen spielt, die Figuren sprechen natürlich die Sprache dieser Völker und die Gebäude tragen die Namen in der jeweiligen Sprache. 0.A.D. hat zwar noch keine offizielle Kampagne (Stand 2020), allerdings bietet es alles, was ein gutes RTS im Multiplayer ausmacht. 0.A.D. ist das Spiel für Strategieliebhaber, unterschiedliche Szenarien können unterschiedliche Vorteile für einzelne Völker bedeuten, von daher sollte man nicht nur bei der Wahl seiner Truppen, sondern auch bei dem Ort zum Bau der eignen Gebäude strategisch vorgehen. 0.A.D. macht einfach Laune, es zu spielen und nebenbei lernt man auch noch Geschichte, ohne es zu merken – Win-Win! Jeder der gerne Strategiespiele spielt, sollte meiner Meinung nach unbedingt einmal 0.A.D. ausprobieren, es lohnt sich. 🙂

play0ad.com

Platz 1 – MegaGlest

MegaGlest hat sich den ersten Teil seines Namens redlich verdient. Es ist wirklich ein MEGA Spiel! Für alle die Warcraft III gezockt haben – sowie meine Wenigkeit – wird dieses Spiel alte Erinnerung durch die sehr ähnliche Spielmechanik wecken. MegaGlest bietet alles, was ein schnelles Echtzeitstrategiespiel braucht. Angefangen von den unterschiedlichen Völkern, von denen es sechs zur Auswahl gibt, bis hin zu den verschiedensten Bauweisen und Einheiten bleiben keine Wünsche offen. Egal ob es die Ägypter sind mit ihren Pyramiden, die Perser mit ihren Pharisäern, die Römer mit ihrer Formation Schildkröte, die Magier mit ihren Steinmonstern, die Indianer mit ihren Schamanen, die Nordmänner mit BerserkerInnen (ja das Gendern ist Absicht, die Wikinger schicken nämlich alles in die Schlacht, was eine Axt halten kann!) oder die Techniker mit ihren ausgeklügelten Fluggeräten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und jede Kultur hat so ihre Eigenheiten, wenn z.B. die Magier mehr Gold für ihre Einheiten brauchen, ist es bei den Technikern eher Stein und bei den Indianern das Holz. Mega Glest zeichnet sich mit einer wirkich guten Balance zwischen den Kulturen aus. Wenn man die Qualitäten der unterschiedlichen Kulturen zu schätzen weiß, kann man – egal mit welchem Team – Erfolge einfahren. Das Spiel an sich ist schon in den Szenarien sehr erfüllend, aber der Multiplayer-Modus bringt die Sache auf ganz andere Ebenen. Ob zu zweit oder zu acht, MegaGlest im Multiplayer muss man einfach einmal ausprobiert haben – vorallem die unterschiedlichen Teamkoalitionsmöglichkeiten sind eine tolle Versuchswerkstatt für die verschiedenen Kulturen.

megaglest.org


Es freut mich dass du dir den Artikel bis zum Schluss durchgelesen hast! Und? Wieviele der aufgezählten Spiele kanntest du schon? 🙂
Wie du wahrscheinlich bemerkt hast, gibt es noch weitaus mehr Games als die hier aufgezählten. Ich habe mich bei meiner Auswahl vollkommen auf freie Spiele gestützt, natürlich gibt es aber jede Menge andere Spiele die unter GNU/Linux laufen! 🙂

5 Uhr Tee

Seit Herbst 2019 treffen sich Erdlinge und Interessierte jeden Donnerstag im ERDE-Freiraum um sich in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen und Tee, Kaffee und Kuchen oder andere mitgebrachte Speisen zu genießen.

Anna, Gernot D. und Robert laden dazu herzlich ein.

Je nach Jahreszeit kann man es sich in der Laube gemütlich machen oder sich am Holzofengeknister erfreuen …

5-Uhr-Tee online, unser Videotreff

Um uns auch in Zeiten wie diesen informieren, austauschen und vor allem sehen zu können, haben wir den 5-Uhr-Tee online Info-Treffpunkt eingerichtet:

https://meet.jit.si/ERDE

Bitte immer den obigen Link folgen! Falls nötig die passende App herunterladen und dann nochmals den Link verwenden!

So gehts problemlos zum Meeting:

Wir verwenden derzeit die Video-Meeting App „Jitsi“ für unseren „online Plaudern-Treff“!

Falls diese App auf dem Tablett, PC oder Smartphone noch nicht installiert ist, wird dies durch das klicken auf diesen Link (oder hier im F-Droid-Store) ermöglicht!

Nach der Installation oder wenn Jitsi schon installiert ist bitte nur noch auf den Link klicken, Namen eintragen, Video und Audiooptionen zustimmen und wir sollten uns in Kürze sehen und hören können! 🙂

Gern darf auch die Kommentarfunktion genutzt werden! 😉

Falls etwas nicht funktioniert oder es sich ein tolles Thema für ein spontanes oder künftiges Video-Treffen ergibt, bitte gerne SMS mit Namen und Stichwort „5 Uhr Tee“ an 0676 6250039, danke!

Diebstahl Selbstbedienungsläden Villach

“Diebstahl” in Selbstbedienungsläden

Wir sehen in den Diebstählen in Selbstbedienungshütten im Villacher Stadtgebiet erste ernstzunehmende Warnzeichen, die die Zuspitzung der wirtschaftlichen Lage vieler Villacher*innen voraus ahnen lassen.

Die Bewegung Verantwortung Erde ruft die Villacher Stadtpolitik zu einer Neuausrichtung der Prioritäten auf. Die wirtschaftlichen Folgen von Corona für die Bevölkerung müssen ernst genommen werden.

„Es ist klar, dass sich niemand an den entnommenen Waren eine goldene Nase verdienen kann. Wir sehen jedoch, dass die wirtschaftliche Situation für viele Menschen enger wird und sich diese in absehbarer Zeit wohl noch verschlechtern könnte.“ Sagt Gerald Dobernig, politischer Sprecher der Bewegung. Eine härtere Strafverfolgung halten wir nicht für vorrausschauend und mitfühlend.

Verantwortung Erde plädiert dafür neue Prioritäten zu setzen und Prestige-Projekte, wie den Bau einer zusätzlichen Eishalle, hintan zu stellen und vorbereitende Maßnahmen für die Auswirkungen des Höhepunktes der Wirtschafts-Krise zu treffen.

Insbesondere sollten bestehende soziale Initiativen stärkere finanzielle Unterstützung bekommen. Die Bewegung schlägt der Stadtregierung außerdem vor, eine Zwischennutzung von Leerständen für diese Organisationen möglich zu machen. Diese Initiativen sind mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit zentraler Bestandteil des sozialen Netzes unserer Stadt.

Laurence Boone, Chefökonom der OECD, hat bereits im Juni das Szenario einer zweiten Welle skizziert und sprach dabei von „der schlimmsten Krise seit dem zweiten Weltkrieg […] die langfristige Effekte haben wird und dabei die Schwächsten Teilnehmer in unserem Wirtschaftssystem besonders hart treffen wird“.

„Darum bitten wir den Gemeinderat und die Stadtregierung um einen Schulterschluss. Nehmen wir die bevorstehende Krise ernst. Schauen wir nicht weg und setzen wir die richtigen Prioritäten.“ So Dobernig abschließend.

Das Gartenjahr 2020 – Lokale Antworten auf globale Umstände

Das Gartenjahr 2020 war für uns ein besonders ereignisreiches! Im Frühjahr hat für uns schon alles spannend begonnen, denn kurz nach dem ersten Saatgutfest in der E.R.D.E.* Ende Februar 2020 erreichte uns die globale Covid-Pandemie. Als sich die Situation mit dem ersten Lockdown zuspitzte, wurde uns klar, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen in Bezug auf unsere Versorgung nicht einzuschätzen sind. Unsere erste Antwort war sortenreines Saatgut per „Saatgutpost“ zu verschicken, um Menschen in unserem Umfeld mit Saatgut zu beschenken. Im Begleitbrief zur Saatgutpost sind wir näher auf die Situation und die Bedeutung einer regionalen Lebensmittelporduktion eingegangen.

Wir erweitern unsere Gärten

Nach der Aktion haben wir unseren Fokus auf den aktiven Anbau von Lebensmitteln gesetzt und dazu aufgerufen bei den Gartenaktivitäten im Rahmen der Bewegung mitanzupacken. Dementsprechend konnten wir unsere Handlunsgfelder erweitern – so sind in unserem Gemeinschaftsgarten in Finkenstein – dem „Kanzigarten“ - viele neue, motivierte Gartenfreundschaften entstanden. Wir haben neue Beete angelegt und unseren „Gemüseacker“ in einen vielfältigen und bunten Garten verwandelt. Zudem haben wir auch mehrere private Gärten in Villach bepflanzt, wobei wir die Ernte in der Gemeinschaft und darüber hinaus teilten.

Neue Erfahrungen in der Gartenpraxis

Im Garten selbst haben wir wieder viele neue Erfahrungen gemacht. Ein Highlight war, dass wir das erste Mal mit dem Anbau von Getreide, darunter Roggen und Glatthafer, experimentierten. In einer gemeinsamen Aktion ernteten wir vier große Kisten Roggen-Ähren, die nun über den Winter zu Brot und Flocken verarbeitet werden. Außerdem machten wir auch die ersten Erfahrungen mit dem Anbau von Linsen, Popcornmais und Sojabohnen. An diesen Beispielen merkten wie viel hinter der Produktion von unseren „Grundnahrungsmitteln“ - vor allem beim Anwenden bodenregenerativer Methoden und ohne Einsatz von schweren Maschinen - was uns nochmal bewusster damit umgehen lässt. Außerdem legten wir im „Kanzigarten“ Erdebeer-Beete, einen wild wachsenden „Kräuterwald“ und neue Gemeinschaftsbeete an. Die Krönung im Herbst beim „Einwintern“ war das feierliche Pflanzen eines Apfelbaumes, den wir unserem jüngsten Erdling unserer Bewegung -unserer Lilith - widmeten. Ein wunderschöner Abschluss.

Nachernten und Ernte teilen

Zusätzlich zum eigenen Anbau von Gemüse, Obst und Kräutern erweiterten wir unsere Versorgung mit dem Nachernten von Gemüse bei Landwirt*innen in ganz Kärnten. Durch unsere Teilnahme am „Projekt Essbar“ des Together-Vereins konnten wir nicht nur kostbares, frisch geerntetes Gemüse vor dem Verfaulen am Feld retten, sondern auch viele Teile der Ernte über unser direktes Umfeld hinaus verteilen. So erweiterten wir die Schenkbox um einen Ernte-Teil-Tisch, der von vielen Villacher*innen sehr gut angenommen wurde.

Ernte-Dank-Fest am Hauptplatz

Die diesjährige Gartensaison ließen wir beim Ernte-Dank-Fest am 16.Oktober am Villacher Hauptplatz feierlich ausklingen. Trotz der gegenwärtigen Covid-Umstände konnten wir einen feinen Tag verbringen und die Ernte miteinander genießen. Einige Besucher*innen des Festes haben auch Obst und Gemüse sowie verarbeitete Köstlichkeiten, wie zB. Marmeladen und Kompott, mitgebracht, um diese mit anderen zu teilen. Außerdem gab es beim Fest einen Schenk-Tisch und eine mobile Schenkbox, die dazu einlud Dinge, die man selbst nicht mehr benötigt, aber noch verwendet werden können, an andere zu verschenken. Bei einem Rosskastanien-Infotisch zeigten wir, wie man mit der Rosskastanie Wäsche waschen kann und wofür die heimische Waschnuss sonst noch verwendet werden kann. Praktische Anwendungen für Rosskastanien findest du bei unseren Wandelskills. Wir verbrachten einen feinen Tag miteinander und stellten fest, dass die regionale Versorgung mit naturnah und achtsam angebauten Lebensmitteln in Zeiten wie diesen wichtiger ist denn je.

Parking-Day: Platz für Leben statt Autos

Am Freitag, den 19.09.2020,  fand der internationale #ParkingDay statt, bei dem wir das erste Mal mit einer Aktion teilgenommen haben. Der Parking Day will darauf aufmerksam machen, wie viel Raum wir dem motorisierten Individualverkehr – vor allem dem Auto – opfern. Dabei handelt es sich nicht nur um Grünflächen im Umland, sondern auch um den innerstädtischen Raum. Sieht man genau hin, erkennt man: dort wo Parkplätze sind, ist kein Leben. Es sind tote Flächen, denn entweder steht ein Auto darauf, oder dort passiert einfach nichts.
Auch Villach und Klagenfurt sind aufgrund des mager ausgebauten öffentlichen Verkehrs- und Radwegenetzes unter den größten österreichischen Städten mit Abstand die Städte mit dem höchsten Anteil an Motorrädern und Autos je Einwohner. Dies liegt vor allem auch daran, dass die Kärntner Politik in den letzten Jahrzehnten verstärkt auf die Infrastruktur für das KFZ gebaut hat. Dadurch wurden nicht nur öffentliche Plätze und Orte der Begegnung vermehrt zu Abstellplätzen für Fahrzeuge umfunktioniert, sondern es sind auch unzählige Hektar fruchtbaren Bodens zum Zweck der Parkraumschaffung unter Beton verschwunden. So ist Villach bei den Verkehrsflächen je Einwohner (Straßen und Parkplätze) österreichweit auf dem traurigen zweiten Platz zu finden. Hierbei benötigen wir je Einwohner mit 159 m² beispielsweise 62 m² mehr Fläche als vergleichbare Städte wie Wels (97 m²).
Mit unserer Aktion unter dem Motto “Platz für Leben statt Autos“, die direkt auf den Parkplätzen vor unserem Freiraum E.R.D.E.* in der Willroiderstraße stattgefunden hat, haben wir gezeigt, was alles passieren kann, wenn wir toten Plätze wieder Leben einhauchen. Wir haben den Tag genutzt, um gemeinsam kreativ tätig zu sein. Wir haben so einiges gebastelt, genäht, Saatgut gewonnen und die kommenden Saatgutfeste vorbereitet, Rosskastanien zum Wäsche waschen geschreddert, gemeinsam Gemüse aus dem eigenen Garten verkocht, pflanzlich gegrillt, Musik gemacht und zum Abschluss gab es auch eine Lesung. Ein schöner Tag, der erahnen lässt, wie die Stadt wohl aussähe, gäbe es keine Autos…. 🌱😍

Villach’s Innenstadt soll “Wohnzimmer” werden

Gute Nachrichten aus Villach:
Die Villacher Innenstadt soll zu Kärnten‘s gemütlichstem “Wohnzimmer” werden…. 🙂

Wir freuen uns, dass unsere Anträge und Vorschläge, auch wenn sie im Gemeinderat nicht immer angenommen werden, offensichtlich dennoch sehr genau gelesen werden und inspirieren können.
Denn das „neu“ ausgerufene Motto, wonach die Innenstadt zum „Wohnzimmer“ werden soll, ist ein Motto und eine Perspektive, die wir bereits in mehreren Vorschlägen (“Altstadt-Bühnen”, “Verordnung für Straßenmusik” und “WC am Hauptplatz”) im Gemeinderat als Alternative zu den jahrelangen und kostenintensiven Bemühungen, die Altstadt zum „besseren Einkaufszentrum“ zu machen, eingebracht haben.
Es geht dabei darum die Innenstadt nicht länger als reinen Ort des Konsums und Innenstadt-Besucher nicht nur als „Frequenzbringer“ zu betrachten, sondern das Herz unserer Stadt zu einem gemütlichen Begegnungsraum zu entwickeln, der den Villacher*innen Platz zum Verweilen, zur Entfaltung sowie einen angenehmen Aufenthalt ohne Konsumzwang ermöglicht.
Erste Schritte in diese Richtung sind mit der Aufstellung einiger „öffentlicher Sitzmöglichkeiten“ (Bänke) sowie Begrünungsmaßnahmen im Rahmen der „essbaren Stadt“ bereits gelungen. Neben vielen Einzelvorschlägen haben wir auch einen umfassenden Grundsatzbeschluss zu einer “autofreien Innenstadt” im Gemeinderat eingebracht, der neben der Mobilität auch andere Bereiche und Ideen unserer Vision für Villach’s Innenstadt umfasst.
Nun freuen wir uns über den Zuwachs an Buntheit im Zentrum und hoffen, dass den nun aufgehängten Regenschirmen, Schmetterlingen usw. auch dieser grundlegende Perspektivenwechsel und damit verbunden viele weitere Maßnahmen folgen, die die Innenstadt zu einem lebendigen Ort des Austauschs und des Zusammenkommens ohne finanzieller Barrieren werden lassen. Denn in einem Wohnzimmer brauchen wir kein Geld um uns Wohl zu fühlen…. 🙂

Mit Stadtteil-Oasen die Villacher Ortskerne beleben

Villach ist als Stadt geografisch einzigartig. Aus städteplanerischer Sicht geht diese Einzigartigkeit stark auf die historische Eingemeindung ehemals selbständiger Ortschaften zurück. Darum finden sich neben einem klar definierten Stadtzentrum innerhalb des Stadtgebietes von Villach auch periphere Stadtteil-Zentren, die in ihrer heutigen Form kaum noch als solche wahrgenommen und genutzt werden.

Ausgehend vom Prinzip der „Superblocks“, das in Barcelona erfolgreich angewendet wird, schlagen wir vor diese historischen Ortskerne wiederzubeleben sowie die städteplanerischen Möglichkeiten und den Fokus, der derzeit beinahe gänzlich auf der Innenstadt liegt, auf diese Bereiche auszuweiten.

Konkret soll langfristig in jedem Stadtteil von Villach ein verkehrsberuhigtes Zentrum entstehen, das den Bewohnern als Ort der Begegnung und des Austausches dient. Innerhalb dieser „Oase“ sollen die grundlegenden Bedürfnisse der Stadtteil-Bewohner möglichst in Geh- bzw. Rad-Reichweite befriedigt werden können.

Wir sehen folgende Komponenten als sinnvolle, mögliche Puzzle-Stücke die je nach den Bedürfnissen der Bewohner des jeweiligen Stadtteils zusammengestellt und natürlich auch um weitere Komponenten erweitert werden können:

Stadtteil-Oasen und Mobilität

Innerhalb der Stadtteil-Oasen gibt es künftig keinen Durchzugsverkehr mehr. Parkmöglichkeiten stehen – wenn überhaupt – nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Damit dies möglich ist, bedarf es einer bestmöglichen Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

Daher wird der getaktete, öffentliche Verkehr in Villach künftig primär an der Vernetzung dieser Stadtteil-Oasen ausgerichtet. Dies bedeutet, dass das Ziel des öffentlichen Verkehrs in Zukunft eine barrierefreie und zeiteffiziente Verbindung zwischen den einzelnen Stadtteil-Oasen ist. In den Stadtteil-Oasen angekommen, bietet sich die Stärke der Multimodalität an. Diese sollen künftig als Mobilitäts-Hubs fungieren. Bedürfnisgerecht stehen dort Bike-, und Carsharing Angebote, eine sehr gut ausgebaute Radinfrastruktur und Mitfahrbänke bereit, die dabei helfen an das jeweilige Ziel zu gelangen.

Darüber hinaus schlagen wir vor zwischen den Stadtteil-Oasen und der Innenstadt durchgängige, baulich getrennte Radhighways und Rad-Vorrangsstraßen zu errichten, die das Fahrrad zu einer ernsthaften, sicheren und schnellen Alternative zum motorisierten Individualverkehr machen.
Durch die Verkehrsberuhigung innerhalb der Stadtteil-Oasen wird darüber hinaus das Gefahrenpotential für besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer sehr jungen oder gehobenem Alters stark verringert. Besonders dem Schutzaspekt ist in der Verkehrsplanung der Zukunft eine wesentlich höhere Priorität einzuräumen.

Neben der städteplanerischen Funktionalität, ist es uns vor allem ein Anliegen, dezentrale, öffentliche Räume zu entwickeln, die als Orte der Begegnung und des Austauschs dienen und so die nachbarschaftlichen Strukturen stärken. Durch die Revitalisierung historischer Kerne und die Entwicklung neuer „Oasen“, sollen pulsierende Zentren der einzelnen Stadtteile entstehen die zum Wohlfühlen, Aufhalten und Verweilen einladen und somit auch zu Lebensmittelpunkten werden. Als besonders wichtig erscheint uns hierbei die Schaffung von Freiräumen wie offenen Werkstätten, offenen Küchen, Werkzeugbibliotheken und Schenk-Räumlichkeiten usw.

Die genannten Bestandteile der Stadtteil-Oasen sind als Vorschlag zu verstehen. Die detaillierte Gestaltung der einzelnen Oasen ist in erster Linie mit den Menschen vor Ort im Zuge von Bürgerbeteiligungsprozessen zu definieren.

Villach fährt “ECitybus”

Tolle Neuigkeiten: In Villach kommt einiges in Bewegung! 🚌

Seit dieser Woche dreht ein elektrisch betriebener „City-Bus“ seine Runden durch die Villacher Innenstadt. Und das beste daran: Das Mitfahren ist kostenlos! 😀

Somit wird ein von uns im September 2017 eingebrachter Antrag für einen kostenlosen „E-City-Bus“ vollinhaltlich umgesetzt, obwohl dieser Antrag bis jetzt von der Stadtregierung verschleppt und noch gar nicht auf eine Tagesordnung des Gemeinderates gesetzt wurde. 🧐

Umso mehr freuen wir uns daher über dieses Umdenken und über diesen ersten Schritt hin zum „freien, öffentlichen Verkehr“ sowie zur „autofreien Innenstadt“, zu der wir ebenfalls bereits mehrere Vorschläge im Gemeinderat eingebracht haben, die bislang aber mehrheitlich abgelehnt wurden….
Für eine Trendwende in der Verkehrspolitik braucht es unseres Erachtens sowohl eine Ausweitung des Öffi-Angebotes als auch (finanzielle) Anreize, damit das Angebot auch genutzt wird. ☝️

Der „ECitybus“ fährt von Montag bis Samstag (werktags) ab 08:30 Uhr und dann im Halb-Stunden-Takt. Die letzte Fahrt startet um 18.30 Uhr.

Die Route: Drauboden-Parkplatz – Bahnhofstraße – Gerbergasse – Freihausplatz – 8.-Mai-Platz, Italiener Straße – Marksgasse – Widmanngasse – Markthalle – Lederergasse – Bahnhofstraße – Drauboden-Parkplatz.

Der Antrag für einen E-Citibuy aus dem Jahr 2017 ist – wie auch alle anderen Erde-Anträge – hier nachzulesen:

#erdeimgemeinderat #wirkt #freieröffentlicherverkehr #autofreieinnenstadt #villachistimwandel

Wir erweitern die Schenk-Box um einen Jungpflanzerl-Schenktisch

Da wir dieses Jahr kein Jungpflanzerl-Schenkfest veranstalten konnten, haben wir nach einer Lösung gesucht, wie wir dennoch überschüssige Jungpflanzerl unter die Menschen bringen können. Daher gibt es jetzt direkt neben der Schenkbox im Garten E.R.D.E.* einen Jungpflanzerl-Schenktisch! 😊

ALLE sind herzlich eingeladen diesen Tisch zu nutzen, um Pflanzerl, die zu viel gesät wurden, an andere zu verschenken und Pflanzerl, die man selbst noch gerne im Garten setzen würde, mitzunehmen!

Wir freuen uns eine Alternative zum jährlichen Fest gefunden zu haben und dass wir dennoch die Vielfalt in unseren Gärten erweitern können 🍅🥒🌶🥦🥕🍆

Kein Platz für Rassismus in Villach!

Die Bewegung Verantwortung Erde verwehrt sich gegen das fremdenfeindliche Bild, das offizielle Vertreter der Stadt durch ihre medialen Aussagen von Villach zeichnen. Rassismus sollte in der Repräsentation der Stadt keinen Platz haben. Bürgermeister Günther Albel und Stadtrat Erwin Baumann sprechen bei weitem nicht für alle Villacher*innen.

Seit vielen Jahren kocht die Debatte über die Unterbringung geflüchteter Menschen auch in der Draustadt immer wieder auf und genauso lange wird sie teilweise auch menschenverachtend geführt.
Seit dieser Woche hat der rassistische Unterton in der Diskussion jedoch einen neuen Tiefpunkt erreicht, den wir als Verantwortung Erde nicht länger unkommentiert lassen können und wollen.

Sowohl Bürgermeister Albel, als auch Stadtrat Baumann, halten es für notwendig in der medialen Diskussion um die Unterbringung von 150 geflüchteten Menschen in Langauen, einen Zusammenhang zwischen Asylsuchenden und der Verbreitung des Corona-Virus herzustellen. Der Bürgermeister verlangt in einem Artikel der Kronen-Zeitung vom 05.06.2020 “… einen negativen Coronatest von jedem, der in Langauen untergebracht werden soll.” Stadtrat Baumann spricht in seiner Aussendung überhaupt von “einer tödlichen Gefahr”, und einem potentiellen “Corona-Hotspot”, den die “herangekarrten” Menschen mit sich bringen könnten.

Sollten sich die Aussagen rein auf das Gefahrenpotential von Reisenden aus dem Bereich Wien beziehen, ist es für uns unverständlich, warum die Herren ähnliches Vokabular nicht auch gegenüber Touristen aus dem Großraum Wien verwenden. Denn dort waren diese 150 Frauen und Männer, die zu großen Teilen aus dem Bürgerkriegsland Syrien zu uns geflüchtet sind, zuvor untergebracht. Während den Schutzsuchenden pauschal ein nicht wissenschaftlich belegbarer Zusammenhang mit einer tödlichen Krankheit unterstellt wird, obwohl sie sogar bereits vor ihrer “Verlegung” auf Corona gestestet werden,  wird um zahlende Touristen aus dem In- und Ausland händeringend geworben, ohne einen solchen Test einzufordern. Für uns entsteht daher leider stark der Eindruck, dass es sich hierbei um einen gezielten Versuch handelt, auf dem Rücken von Schutzsuchenden politisches Kleingeld zu wechseln.

Wir empfinden es als erschütternd und beschämend, dass offizielle Vertreter unserer Stadt im Namen der Villacher*innen solche Aussagen treffen. Es ist uns daher ein Anliegen klar festzuhalten, dass dieses offen fremdenfeindliche Gedankengut weder uns und schon gar nicht alle Villacher*innen repräsentiert. Der Versuch das Streuen von Ängsten und Zwietracht zum politischen Vorteil auszunützen, hilft niemandem. Gerade in Zeiten der Krise bedarf es einer politischen Führung, die Brücken baut und Zusammenhalt fördert.