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Themen

von Julia
Wahlfriedenscamp

Im Sommer 2020 haben wir auf mehreren Camps unsere Themen festgelegt.

 

Für regionale Unabhängigkeit!

Die Zukunft liegt in unserer Hand. Im Angesicht der Entwicklungen der letzten Jahrzehnte und darum, wie es um die Welt steht, ist ein „Weitermachen wie bisher“ für uns keine Option. Wir wollen als Region unabhängig von globalen Konzernen, Wirtschaftskrisen und damit der systematischen Zerstörung von Lebensräumen, sowie der Ausbeutung von Menschen werden.

Wir sehen in dieser Unabhängigkeit den zentralen Schritt hin zur Mündigkeit für alle Menschen, die solidarisch erreicht werden kann und uns ermöglicht, Frieden in die Welt zu bringen. Darum ist auch in den nächsten Jahren unser größtes Ziel, die Grundbedürfnisse aller Menschen in unserer Region biologisch, nachhaltig und zukunftsfähig in unserem unmittelbaren Lebensraum zu decken. Wir wollen auf der politischen Ebene für neue Impulse in den Bereichen der Ernährung, Energie, Mobilität und des Wohnens sorgen.

Mit Ernährungsunabhängigkeit

essbare stadt illustrationmöchten wir den jahrzehntelangen Trend des „Bauernsterbens“ und des marktbedingten Überlebens von Großproduzent*innen ein Ende bereiten. Es ist uns wichtig, in der Region möglichst viele Produzenten von biologisch und naturnahe angebauten Lebensmitteln zu haben. Die Stadt kann hierfür die Direktvermarktung für Bauern vereinfachen, für mehr Hochbeete in den Wohnsiedlungen sorgen oder selbst biologische Lebensmittel produzieren.

Details zu unserem Grundsatzantrag “Ernährungssouveränität” findet ihr unter diesem Link.

Im Bereich der Energieunabhängigkeit

möchten wir die technologischen Entwicklungen der letzten Jahre nutzen, um eine kleinstrukturierte und möglichst autarke Energieversorgung für unsere Region zu realisieren. So können wir unabhängig von großen Konzernen und zu teuren Stromverträgen sein. Die Stadt tritt hierbei als Vermittlerin und Unterstützerin bzw. im eigenen Wirkungsbereich als Produzentin und Bereitstellerin von größeren Speichereinheiten auf.

Details zu unserem Grundsatzbeschluss “Energieunabhängigkeit” findet ihr unter diesem Link.

Unter Kreislaufwirtschaft

verstehen wir, viele verschiedene Konzepte zu kombinieren, um der Verschwendung von Rohstoffen in unserem Lebensraum aktiv entgegenzuwirken. Diese Ideen gehen über die Schenk-, Tausch- und Reparierkultur, Konzepte der gemeinsamen Nutzung und öffentlichen Bereitstellung von Gütern (Car-Sharing, Bike-Sharing, offene Gemeinschaftswerkstätten) bis hin zur besseren Verwertung unserer Rohstoffe (besseres Recycling, eigenständige Humusanlagen in Villach).

Diese Themen stellen in unseren Augen neben vielen weiteren Themen wesentliche “Stellschrauben” für den Wandel dar, den wir so gut es geht politisch unterstützen wollen. Für ein Villach, das lebt!

Weitere Informationen zu den einzelnen Themen findet ihr unter https://www.verantwortung-erde.org/indenparlamenten/gesamtansicht-antraege/ oder direkt unter kontakt@veranwtortung-erde.org.

Für eine friedliche, menschliche und ökologisch tragfähige Zukunft.

Wir sehen in den vielfältigen Krisen der letzten Jahrzehnte insgesamt eine sich stetig fortsetzende Abwärtsspirale. Ob es nun die Zerstörung unserer Ökosysteme, die Zunahme globaler, bewaffneter Konflikte, die Instabilität unseres Wirtschaftssystems oder die Zunahme prekärer Arbeits- und Lebensverhältnissen ist, die Zahl und das Ausmaß der Krisen nimmt stetig zu. Wir möchten uns mit diesen Entwicklungen nicht tatenlos abfinden und suchen Wege um unsere Lebensrealität langfristig aus unserer Abhängigkeit von einem zerstörerischen, ausbeuterischen und krisenhaften Strukturen zu befreien, die uns zu einem Rädchen im globalen Wirtschaftssystem degradieren.

Unser Ziel einer friedlichen, solidarischen und enkeltauglichen Zukunft führt somit direkt zum Hinterfragen der vorherrschenden Marktlogiken. Anstatt möglichst preisgünstigen Großerzeugungs- und Verteilungsmodellen den Vorzug zu geben, bauen wir eine dezentrale Zukunft. Wir möchten heute die Weichen stellen, um langfristig wieder in der Lage zu sein unsere Grundbedürfnisse selbst aus der Region zu decken. Dies bedeutet, dass wir die immer mehr unter Druck geratenen kleinbäuerlichen Strukturen aktiv stärken wollen. Aber auch die Energieerzeugung soll wieder in die Hand der Menschen kommen. Mit sogenannten „Bürgerkraftwerken“, möchten wir dafür Sorge tragen, dass ein möglichst großer Teil unseres Strombedarfs in Zukunft von den Menschen und nicht von globalen Konzernen gedeckt wird.

Insgesamt setzen wir dabei auf eine Versorgungsstruktur, die möglichst nah an den Verbrauchern existiert. Damit wollen wir nicht nur unsere Abhängigkeit und globale Transportwege reduzieren; Wir schaffen damit auch die Möglichkeit selbst in der Region zu sehen und mitzubestimmen wie unsere Bedürfnisse gedeckt werden.

Wir möchten dabei direkt auf unserer bisherigen Arbeit aufbauen und sehen unsere bisherigen im Gemeinderat und bei der Landesregierung eingebrachten Ideen als Basis für die Zukunft.