“Freispiel Ahoi! Meine 15 liebsten Freie-Software Spiele für den PC” von René Kopeinig

Man muss nicht immer teures Geld für Computerspiele ausgeben, wenn es auch Gutes aus der Freien Community gibt. Viele dieser Spiele laufen auf allen unterschiedlichen Plattformen (GNU/Linux, Windows & MacOS) und stehen auch bekannten Klassikern in Nichts nach. In diesem Artikel findest du eine Auflistung meiner 15 liebsten Freie-Software Computerspiele mit einem persönlichen Kommentar sowie allen Downloadlinks, um sie dir gleich zu holen. Viel Freude beim Ausprobieren! ~~ René Kopeinig

Platz 15 – xBill

Dieses Spiel ist ein kleiner Zeitvertreib, in dem man versucht den, bösen Bill (wer auch immer damit gemeint ist 😉 ) und seine Klone vom Installieren teuflischer Schadsoftware auf euren Computern abzuhalten. Jedes Level fordert einen noch mehr, weil sich die Netzwerkdichte der Computer – und damit die Verbreitungsmöglichkeit der Schadsoftware – erhöht. Bill gibt sich jede Menge Mühe, euer Netzwerk zu unterwandern, aber wenn man schnell ist, weiß man das gewusst zu verhindern. Xbill ist ein wahres Klickfestival! 🙂

http://www.xbill.org/

Platz 14 – Sauerbraten

Man mag es kaum glauben, Sauerbraten ist trotz des Namens vegan. 😉 Hier spielt der Spieler in einem düsteren Gelände unterschiedliche Charaktere und versucht, sich in der Arena im Multiplayer bzw. in der Kampagne gegen fiese Gegner zu behaupten. Ein Game mit Retro-Flair für jeden Egoshooter-Fan – vorallem Quake-Fans werden es lieben! 🙂

http://sauerbraten.org/

Platz 13 – OpenArena

OpenArena ist ein Shooter im Sinne von CounterStrike 1.6 mit ähnlicher Spielmechanik. Allerdings ist OpenArena ein schneller Shooter und damit meine ich ein wirklich schneller Shooter. Die KI ist gnadenlos und bestraft jeden Fehler, wenn man sich ihr im schweren Modus entgegen stellt. Das Spiel eignet sich gut für LAN-Parties und durch die unterschiedlichen Waffensysteme ist für jeden Spielertyp etwas dabei.

http://www.openarena.ws/smfnews.php

Platz 12 – OpenTTD

Bürgermeister werden ist nicht schwer, Bürgermeister sein dagegen sehr! Das merkt man bei OpenTTD wirklich, als freie Alternative zu Tycoon merkt man was alles in einer Stadt gebraucht wird und je größer sie wird, desto komplizierter werden auch die Wünsche der Bewohner. Wer also schon immer mal Bürgermeister seiner eigenen Stadt sein wollte, der kann in OpenTTD seinen Wunsch erfüllen. Aber Achtung, ist die eigene Stadt einmal gebaut und floriert, dann vergehen die Stunden wie im Fluge! 🙂

https://www.openttd.org/

Platz 11 – Teeworlds

Ein bisschen Nervenkitzel gefällig? In diesem Single- bzw. Multiplayer-Game gehts um Geschwindigkeit, Zielfähigkeit und etwas Glück. Für jede kleine Pause ist Teeworld das perfekte Spiel für zwischendurch mit Spaß-Garantie! 🙂

https://www.teeworlds.com/

Platz 10 – SuperTux2

Wer SuperMario mag, mag SuperTux2 – ganz einfach. SuperTux2 ist ein Jump&Run der alten Schule. Man spielt einen lieben kleinen Pinguin, der versucht die andere Inselseite zu erreichen. Von der Spielmechanik ist es Mario ganz ähnlich, anstatt Pilze sammelt man hier Schneebälle, aber die Feuerblume ist geblieben. Allerdings bekommt unser kleiner Pingu dann keinen weißen Anzug wie in Mario, sondern er bekommt einen Feuerwehrmannhelm wie Grisu. Das Spiel ist ein wirklich netter Zeitvertreib und bietet neben einem Leveleditor auch die Möglichkeit, es mit einem JoyStick zu spielen. Nochmal, wer SuperMario mag, wird SuperTux2 genauso ins Herz schließen, von daher einfach mal das freie Pendant dazu ausprobieren. 🙂

www.supertux.org

Platz 9 – SuperTuxKart

SuperTux-Car, was muss man da großartig zu sagen. Ein Spiel, das sich wie MarioKart spielt und mit eben solchen Finessen auftritt. Ein Spaß für alle kompetativen Rennfahrer und das völlig frei von Kosten.

supertuxkart.net

Platz 8 – OpenClonk

OpenClonk; sperriger Name, flüssiges Gameplay. Wer das Erkunden liebt, wird auch OpenClonk nicht von der Bettkante stoßen. In diesem Spiel gibt es vieles zu entdecken und auch zu Bauen (Stichwort Level-Editor). Die Spielmechanik erinnert ein bisschen an Minecraft und hat auch das gleiche Suchtpotential! 😉

www.openclonk.org

Platz 7 – PyChess

Ja richtig gelesen, natürlich findet sich ein Schachprogramm in meiner Top Ten. Neben PyChess gibt es noch unzählige freie Schachprogramme wie z.B. xBoard (das ältestes freie Programm). Computer-Fans lieben dieses Spiel aufgrund ihrer 8×8 Matrix, den verschiedenen Bewegungsmöglichkeit der Figuren und den diversesten Strategieansätzen… aber ich schweife ab. Für mich ist xChess der Gewinner unter den Programmen, nicht, weil man in xChess unterschiedliche Schach-Engines nutzen kann (das auch), sondern weil es die Möglichkeit des Einbindens verschiedener internationaler Schachserver gibt. Man kann sogar am Flagschiff fide.com spielen. xBoard kommt mit allem klar. Es gibt einem sogar die Möglichkeit, die gespielten Partien im offiziellen .pgn-Format abzuspeichern, um sie entsprechend für die eigene Sammlung gespielter Partien auszudrucken oder Freunden zuzusenden.


www.pychess.org

Platz 6 – Warzone2100

Warzone2100 – der Name verrät bereits, um was es geht. Eine Kriegszone im Jahr 2100, die Grafik erinnert stark an eine Mischung aus Alarmstufe Rot und StarCraft, allerdings ist die Spielmechanik etwas unterschiedlich zu den genannten. Was Warzone2100 so besonders macht, ist die Bauweise von Truppen. Richtig gelesen, man kann nicht nur Häuser bauen sondern in diesem Spiel auch eigene Truppen entwickeln. Je nachdem was man zur Verfügung hat, kann schon mal ein Kettenpanzer mit einen Raketenwerfer oder einem Reparierkran ausgestattet werden. Warzone2100 bietet auch die Möglichkeit eines Multiplayer-Modus, bei dem man mit bis zu 10 Freunden spielen kann.

wz2100.net/de

Platz 5 – Frets on Fire

Alle Welt kennt das Spiel Rockstar mit der kleinen Plastikgitarre. Frets on Fire kann man als freie Rockstar-Alternative bezeichnen, nur anstatt der Plastikgitarre spielt man hier mit der Computer-Tastatur. Die Leertaste wird zum Plektrum, die Tasten F1 bis F4 zu deinen Seiten. Egal welches Gitarrensolo du auch spielen willst, es findet sich eine Datei dazu in Frets on Fire. Da kann man also nur sagen: “Rock’n’Roll und Hau in die Tasten!” 🙂

fretsonfire.sourcforge.net

Platz 4 – Pingus

Ein Spiel mit Suchtfaktor. Bei Pingus geht es – wie bei Lemminge – darum, so viele Pinguine wie möglich den Übergang zu ermöglichen. Es gibt viele spannende Rätsel, ein tolle Geschichte zum Klimawandel und einen exzellenten Editor, um selbst Rätsel zu bauen. Wer einmal Pingus anfängt, möchte nicht mehr aufhören und seine kleinen Pinguinfreunde sicher durch die gefährlichen Welten hindurchbringen. Unbedingt ausprobieren. 🙂

pingus.seul.org

Platz 3 – UltraStar Deluxe

UltraStar ist ein Spiel für die ganze Familie. Wer Singstar kennt wird UltraStar Deluxe lieben. UltraStar ist ein Singspiel, das sich für jede gute Party eignet. Im gegensatz zu Singstar gibt es hier keine Musikbegrenzung. Zu beinahe jedem Lied lässt sich ein UltraStar-Paket finden und falls es doch keines gibt, kann man selbst eines erstellen. Also ran ans Mikrophon und los geht die Party! 🙂

usdx.eu

Platz 2 – 0.A.D.

* Hach * bei 0.A.D. komme ich gleich ins Schwärmen, man kann nicht sagen, es ist so gut wie ein das Echtzeitstrategiespiel Age of Empires III (obwohl es diesem Spiel sehr ähnelt), es ist besser. Die Machergemeinschaft dieses Spiels gibt sich richtig Mühe, so detailgetreu als möglich dem geschichtlichen Hintergrund der unterschiedlichen Stämme zu entsprechen. Egal, ob man mit den Römern oder den Brittonen spielt, die Figuren sprechen natürlich die Sprache dieser Völker und die Gebäude tragen die Namen in der jeweiligen Sprache. 0.A.D. hat zwar noch keine offizielle Kampagne (Stand 2020), allerdings bietet es alles, was ein gutes RTS im Multiplayer ausmacht. 0.A.D. ist das Spiel für Strategieliebhaber, unterschiedliche Szenarien können unterschiedliche Vorteile für einzelne Völker bedeuten, von daher sollte man nicht nur bei der Wahl seiner Truppen, sondern auch bei dem Ort zum Bau der eignen Gebäude strategisch vorgehen. 0.A.D. macht einfach Laune, es zu spielen und nebenbei lernt man auch noch Geschichte, ohne es zu merken – Win-Win! Jeder der gerne Strategiespiele spielt, sollte meiner Meinung nach unbedingt einmal 0.A.D. ausprobieren, es lohnt sich. 🙂

play0ad.com

Platz 1 – MegaGlest

MegaGlest hat sich den ersten Teil seines Namens redlich verdient. Es ist wirklich ein MEGA Spiel! Für alle die Warcraft III gezockt haben – sowie meine Wenigkeit – wird dieses Spiel alte Erinnerung durch die sehr ähnliche Spielmechanik wecken. MegaGlest bietet alles, was ein schnelles Echtzeitstrategiespiel braucht. Angefangen von den unterschiedlichen Völkern, von denen es sechs zur Auswahl gibt, bis hin zu den verschiedensten Bauweisen und Einheiten bleiben keine Wünsche offen. Egal ob es die Ägypter sind mit ihren Pyramiden, die Perser mit ihren Pharisäern, die Römer mit ihrer Formation Schildkröte, die Magier mit ihren Steinmonstern, die Indianer mit ihren Schamanen, die Nordmänner mit BerserkerInnen (ja das Gendern ist Absicht, die Wikinger schicken nämlich alles in die Schlacht, was eine Axt halten kann!) oder die Techniker mit ihren ausgeklügelten Fluggeräten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei und jede Kultur hat so ihre Eigenheiten, wenn z.B. die Magier mehr Gold für ihre Einheiten brauchen, ist es bei den Technikern eher Stein und bei den Indianern das Holz. Mega Glest zeichnet sich mit einer wirkich guten Balance zwischen den Kulturen aus. Wenn man die Qualitäten der unterschiedlichen Kulturen zu schätzen weiß, kann man – egal mit welchem Team – Erfolge einfahren. Das Spiel an sich ist schon in den Szenarien sehr erfüllend, aber der Multiplayer-Modus bringt die Sache auf ganz andere Ebenen. Ob zu zweit oder zu acht, MegaGlest im Multiplayer muss man einfach einmal ausprobiert haben – vorallem die unterschiedlichen Teamkoalitionsmöglichkeiten sind eine tolle Versuchswerkstatt für die verschiedenen Kulturen.

megaglest.org


Es freut mich dass du dir den Artikel bis zum Schluss durchgelesen hast! Und? Wieviele der aufgezählten Spiele kanntest du schon? 🙂
Wie du wahrscheinlich bemerkt hast, gibt es noch weitaus mehr Games als die hier aufgezählten. Ich habe mich bei meiner Auswahl vollkommen auf freie Spiele gestützt, natürlich gibt es aber jede Menge andere Spiele die unter GNU/Linux laufen! 🙂

Plaudertreff

Zum Online-Plaudern-Treff:

https://meet.jit.si/ERDE

Dieser Link führt zum wöchentlichen „Online-Plauder-Treff“ von Verantwortung ERDE und ist jeden Donnerstag ab 20 Uhr für jedermann freigeschaltet!

INFO:

Der „online Plauder-Treff“ ersetzt bis auf weiteres unsere bisherigen Treffen zum „5 Uhr Tee“ bei Holzofengeknister sowie Tee und Kuchen!

Jeder der mag ist herzlich Willkommen zum Austauschen, Kennenlernen, Fragen, Plaudern oder einfach nur um Kontakt aufzunehmen oder zu halten!

(Anm.: Mit Holzofen, Tee und Kuchen können wir derzeit leider nicht dienen!;)

ANLEITUNG

So gehts problemlos zum Meeting:

Wir verwenden derzeit die Video-Meeting App „Jitsi“ für unseren „online Plaudern-Treff“!

Falls diese App auf dem Tablett, PC oder Smartphone noch nicht installiert ist, wird dies durch das klicken auf diesen Link (oder hier im F-Droid-Store) ermöglicht!

Nach der Installation oder wenn Jitsi schon installiert ist bitte nur noch auf den Link klicken, Namen eintragen, Video und Audiooptionen zustimmen und wir sollten uns in Kürze sehen und hören können! 🙂

Falls etwas nicht funktioniert oder es sich ein tolles Thema für ein spontanes oder künftiges MEETING ergibt, bitte gerne SMS mit Namen und Stichwort „MEETING“ an 0676 6250039, danke!

Der Plan für den Frühling steht, die Info-Mittwoch-Reihe ist wieder da!

Wie schon im vergangenen Jahr findet auch heuer wieder “Info-Mittwoch-Reihe” in der E.R.D.E.* statt.

Rund um die Erde finden alle möglichen Menschen und Wandel-Initiativen zusammen, die den Freiraum E.R.D.E.* nutzen um ihre Erfahrungen, Fähigkeiten und ihr Wissen mit anderen zu teilen bzw. ihre Initiativen sichtbar zu machen. Deshalb finden wir uns auch in diesem Frühjahr zusammen, um durch Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden voneinander und miteinander zu lernen.

Die Veranstaltungen sind grundsätzlich geldfrei. Für manche bedarf es aufgrund der begrenzten, räumlichen Kapazitäten eine Anmeldung. Details zu den einzelnen Veranstaltungen findet ihr in unserem Kalender. Dieser kann mit deinem digitalen Kalender synchronisiert werden.

Auch als PDF.

Villach verfehlt seine Klimaziele! – Budgetrede René M. Kopeinig

Geld-Budget

Wir leben in unstabilen Zeiten. Die Finanzkrise von 2008 liegt nun 11 Jahre hinter uns und viele Experten vermuten bereits die nächste Krise vor unserer Tür. Als sicherer Indiz gilt hierfür die Verzinsung. Wenn man sich ansieht wie viel man früher für sein Geld auf der Bank bekommen hat, z.B. 1975 galt eine Verzinsung von 5,8% als niedrig und heute liegt der Zins für Private bei 0,01%. Sogar der „Negativzins“ ist in unser System zum Altag geworden, sprich man muss für seine Geldeinlage noch etwas bezahlen. Es scheint irgendetwas mit dem “hochgepriesenen” entfesselten Kapitalismus nicht zu stimmen. Im ZDF Frontal 21 meinte dazu der Finanzexperte Robert Halver der Baader Bank, dass unser Geldsystem kaputt sei. Er meinte salopp: „Wir haben einen Kapitalismus ohne Zins, das ist wie Oktoberfest ohne Bier.“1 Viele Banken beginnen daher aufgrund der Strafzinspolitik der EZB (Europäischen Zentralbank) selbst Geld zu horten wie z.B. die Erste Bank und Sparkasse die zurzeit 2 Milliarden Euro in Bar zurückhält.2 Es herrscht Angst ums Geld, daher sollte der Villacher Gemeinderat auch mit seinem Stadtbudget gewissenhaft umgehen und vorsogen. Das kann man leider in diesem Budget für 2020 nicht erkennen.

Neben diesem Finanzbudget, findet sich in eben diesem keine Betrachtung des Villacher CO²-Budgets.

CO₂-Budget

Mit einem solchen Budget, verpasst Villach seine Klimaziele!

Österreich hat sich verpflichtet, seinen Treibhausgasausstoß (THG-Ausstoß) bis 2020 im Vergleich zu 2005 um 16 und bis 2030 um mindestens 36 Prozent zu reduzieren. Weil im Pariser Abkommen vereinbart wurde, dass wir nur noch die Möglichkeit haben 800.000 Mio. Tonnen CO₂-Aquivalenz weltweit in die Luft zu emitieren, um das 2-Grad-Ziel einhalten zu können. Das heißt für Österreich bei einer pro Kopf Berechnung (mit Verringerung und Konvergenz) haben wir 1.500 Mio. Tonnen bis 2050 zur Verfügung, so rechnet es das Wegener-Institut für Klima und globalen Wandel der Universität Graz vor.3 Bricht man das wiederum runter auf eine Pro-Kopf-Zahl für Villach – eine einfache Schlussrechnung (8,773 Mio Österreicher zu 62.252 Villacherinnen und Villacher) – wären es 10.643,79 Mio Tonnen CO₂ bis 2050. 2017 bis 2050 sind 33 Jahre und damit hat jeder Villacher pro Jahr 5,181 Tonnen zur Verfügung. Das ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt dass wir zurzeit bereits 10,4 Tonnen pro Jahr verbrauchen – also mehr als das Doppelte.4

Schon ein Hektar Ackerfläche speichert pro Jahr 15 Tonnen Kohlendioxid, ein Hektar Grünland sogar 24 Tonnen. Gleichzeitig setzen verbaute und versiegelte Flächen der gleichen Größe pro Jahr rund 200 Tonnen CO2 frei.“ schreibt Grünstattgrau – der Verband zur Bauwerkbegrünung.5

Im letztes Jahr hat die Mehrheit des Gemeinderates insgesamt 69600m² zur Versiegelung freigegeben, sprich Flächen in Bauland umgewidmet. Und diese Flächen sind nur zusätzlich! D.h. es werden noch mehr Flächen versiegelt, weil diese Flächen bereits lange vorher umgewidmet worden sind. Und damit, laut GrünstattGrau (ohne die Ursprungsfläche zu berücksichtigen), gibt die Stadt 6,96ha sprich 1.396 Tonnen CO pro Jahr extra frei durch diese Bauwut. Diese Versiegelungswahn verbraucht unser Budget in 7 Jahren allein! Da ist noch nichtmal das Autofahren, die Versorgung mit Lebensmittel oder das Heizen eingerechnet. Nur der Verbau allein verbraucht unser CO₂-Budget!

Wenn wir Österreicher die Klimaschutzziele nicht einhalten können, dann muss Österreich um viel Geld CO₂-Zertifikate am Markt einkaufen zu Preisen die dem Hypo-Desaster ähneln, wir sprechen hier von 5 bis 10 Milliarden Euro,6 laut dem Wissenschaftler Gottfried Kirchengast. Ich bin davon überzeugt, dass sich der Staat genau anschauen wird, wo in Österreich die CO₂-Emission herkommt und versuchen wird sich sein Geld zurückzuholen. Genau wie es die Nation auch in der Wahlwiederholung getan hat – unser Bürgermeister weiß am Besten wie sich das Anfühlt wenn der Staat einem zur Kasse bittet – und er wird es sicherlich wieder tun. Damit fallen alle, die für ein „Weiter so“ sind, ins Visier für zukünftige Ermittlungen, wenn sie diesem Budget zustimmen. Denn es ist ein „Weiter so“ zur Verbrennung fossiller Treibstoffe, die das CO₂-Budget unserer Nation belasten. Diese Leute wird Österreich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der Zukunft zur Kasse bitten.

Die Berge bröckeln

  • Die Pasterzen-Zunge werden unsere Ururenkel nur noch von Fotos kennen
  • Die Eisflächen in den Höhlen der Berge schmelzen und führen zu mehr Steinwurf
    • unsere Berge bröckeln
  • Villach ist doch Teil der Alpenkonvention

Der Naturpark Dobratsch in Villach wurde mit der am 3. April 2019 unterzeichneten Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) zum 7. Infopoint der Alpenkonvention und der erste auf Österreichischen Boden.7

Unser König stirbt!

Wir als AlpenRegion haben in der Vergangenheit den König der Alpen, den Steinbock, beinahe durch die Wilderei ausgerottet. Und jetzt geht es ihm wieder an den Kragen. Durch die klimatischen Veränderungen haben es die Steinböcke bei uns am Großglöckner nicht leicht, die Vegitationsperiode verschiebt sich zu schnell, sodass sich diese Tiere nicht daran anpassen können. Die Gräser fangen bereits an zu blühen, wo sich die Kitze noch an der Mutter laben. Dieses Phänomen schafft schwache Steinbocksjunge, die es dann nicht über den nächsten Winter schaffen werden.

Wir haben ein Waldsterben

Der Waldchor verstummt

Wegen dem Insektenrückgang, gibt es auch immer weniger Nahrung für VögelDamit geht die Vogel-Population zurück. Das Waldsingen verstummt. Es gibt bereits Forschungsprojekte die die Stimmen aufzeichnen, um den Waldchor zumindest digital zu erhalten.

Und unser Bundespräsident Alexander Van da Bellen hat es auf der 25. UN-Klimakonferenz treffend zusammengefasst:

Diese Krise, die wir jetzt haben, ist eine Entscheidung, das ist kein Schicksal wir können uns auch umentscheiden und die Wende schaffen.



Quellen:

2https://www.derstandard.at/story/2000111296722/bank-verrechnet-strafzinsen-auf-erspartes-ab-dem-ersten-euro

3https://www.global2000.at/sites/global/files/CO2-Budget_Studie.pdf

4https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_CO2-Emission_pro_Kopf

5https://www.gruenstattgrau.org/wp-content/uploads/2016/10/Kohlendioxid.pdf

6https://www.derstandard.at/story/2000099833558/pariser-klimaziele-ruecken-fuer-oesterreich-laut-wissenschaftler-in-unerreichbare-ferne

7https://www.alpconv.org/de/startseite/organisation/partner/infopoint-villach/

Erdwechsel – Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 04.12.2019

Ahoi! Am Mittwoch den 04.12.2019 fand die letzte Gemeinderatssitzung des Jahes 2019 statt. Die Budgetsitzung, diese gehört zu den wichtigsten Sitzungen des Jahres, weil in ihr das Geld für das kommende Jahr beschlossen wird. Die Sitzung vom 04.12 war die letzte vor der nächsten Wahl und damit war diese Sitzung auch die Wichtigste für die derzeitige Stadtregierung, in der naturgemäß versucht wird so viel wie möglich noch vor der Wahl im Jahr 2021 unterzubringen. Um die Wichtigkeit dieser Sitzung zum Ausdruck zu bringen, teilt sich die Budgetsitzung in zwei wichtigen Debatten ein und zwar in die General- und Spezialdebatte. In der Generaldebatte kommt jede Fraktion zu Wort und gibt ihre Stellungnahme ab und in der Spezialdebatte wird auf die in der Generaldebatte gefallenen Argumente reagiert. Wie jede Sitzung des Gemeinderates begann auch diese mit einer Fragenstunde.

Fragestunde

In der Fragenstunde gab es unsererseits eine Frage an den Stadtrat Baumann zum Thema Naturverjüngung. Uns wurde aber nach Abgabe unserer Frage in der Magistratsdirektion (eine Woche vor der Gemeinderatssitzung) mitgeteilt, dass Stadtrat Baumann die falsche Person für unsere Frage ist und daher haben wir unsere mündliche Anfrage formell zurückgezogen und nochmals schriftlich (siehe Auflistung unten) an die zuständige Referentin Stadträtin Hochstetter-Lackner gestellt. Nichtsdestotrotz, gab eine gute Anfrage des Gemeinderates Pfeilers zu Ressenig, in der auch für uns noch einiges unklar war und wir daraufhin einer Zusatzfrage an den Bürgermeister stellten und zwar: “Sehen sie einen Zusammenhang zwischen den fortschreitenden Flächenfraß bzw. der Versiegelung der Lebensgrundlage Boden und der aktuellen Klimakrise bzw. der sich mehrenden Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen?”. In der Beantwortung zeigte der Bürgermeister eine extra dafür angefertigte Tafel und verwies auf die 79% Grünfläche in Villach.

Budgetrede

In der “Budgetrede” wie die Generaldebatte auch gerne genannt wird, ging unser René auf die konkreten Zahlen des Budget in Anbetracht von Risikosicherheit und im Sinne eines CO²-Budgets ein. (genaureres findet ihr im Artikel zur Budgetrede). Dieses Budget ging leider für René ungenügend auf beide Themen ein und daher gab es auch von ihm keine Zustimmung zu diesem Tagesordnungspunkt. Als sich die Redezeit von René zu Ende neigte, verabschiedete er sich noch vom Gemeinderat, dem er nun 1,5 Jahre angehörte, und wechselt wieder mit unserem Sascha (hier ein Artikel dazu). Als Abschiedsgeschenk überreichte René dem Bürgermeister noch – als Repräsentant des Gemeinderates – das Büchlein “Die Kunst des Friedens” und bedankte sich bei allen für die konstruktive Zeit.

Anträge & Anfragen

In dieser Sitzung fanden sich keine von uns eingebrachten Anträge auf der Tagesordnung. Wir nutzten aber auch diese Sitzung, um wieder neue Ideen nach Villach zu bringen. Ebenfalls nutzten wir diese Sitzung, um Fragen die sich für uns ergaben mittels einer Anfrage an die Stadtregierung beantworten zu lassen. Diese findet ihr hier:

Anträge:

Sowie die Anfragen die wir eingebracht haben:

Dringlichkeitsanträge

Am Ende der Sitzung, nach dem Abarbeiten der regulären Tagesordnung, gab es noch dringliche Anträge die vom Gemeinderat behandelt wurden. Einer davon war die Weihnachtschance. Bei diesem Antrag ist es uns gelungen eine große Mehrheit mit auf den Antrag zu bekommen und innerhalb der Debatte dazu, entschlossen sich auch die fehlende Fraktion der FPÖ noch auf den Antrag hinaufzugehen. Damit gab zum Abschluss von Renés Zeit als ordentlicher Gemeinderat noch einen einstimmigen Beschluss aller Fraktionen. Ich denke schöner kann man nicht aus dem Gemeinderat ausscheiden.

Vielen Dank für’s Lesen, Die nächste Gemeinderatssitzung findet am vorraussichtlich am 6. März 2020 um 15 Uhr statt, allerdings wurde in der Gemeinderatssitzung auch die Möglichkeit einer eingeschobenen Sitzung im Jänner besprochen.

Die Sitzung kann man hier nachschauen:

Weihnachtschance – Presseaussendung

Einen konstruktiven, vorzeitigen Abschluss fand die Periode von René Kopeinig als ordentlicher Gemeinderat in der gestrigen Sitzung des Villacher Gemeinderates. Auf seine Initiative hin brachten alle Fraktionen gemeinsam den Antrag „Weihnachtschance“ ein und beschlossen diesen auch dementsprechend einstimmig.

Die Idee dahinter ist schnell erklärt. Sie geht auf den Trend hin zu lebenden Christbäumen im Topf ein. Während viele Menschen nach Weihnachten nicht wissen, was sie mit diesen Bäumen machen sollen, weil ihnen eine Möglichkeit den Baum dann auch einzupflanzen fehlt, ist dies für Andere gar der Grund dafür, nicht auf einen Lebenden, sondern wie gewohnt auf abgeschnittene, tote Bäume zurückzugreifen.

Nun soll beim Villacher Stadtgarten eine Anlaufstelle für solche Christbäume in Töpfen geschaffen werden. Man selbst oder das Team des Stadtgartens pflanzt die kleinen Bäume dann an einem Grundstück der Stadt Villach ein und gibt ihnen so die Möglichkeit weiter zu leben, zu wachsen und zur Luftverbesserung in Villach beizutragen.

“Für mich ist dieser einstimmige Beschluss, ein erfreulicher und kosntruktiver Abschluss meiner 1.5 Jahre im Gemeinderat. Ich bedanke mich nochmal bei allen KollegInnen im Gemeinderat und freue mich über jedes dadurch gepflanzte Bäumchen.”

Dringlichkeitsantrag:

Pressefoto:


©©-BY René Kopeinig

Warum ich keinen Bitcoin-Antrag mehr unterstütze. – Ein Kommentar von René M. Kopeinig

Die Idee

Ich habe als Gemeinderat der Verantwortung Erde am 14.04.2016 einen Antrag zum Thema Bitcoin im Villacher Gemeinderat eingebracht, weil ich der Überzeugung war damit etwas Gutes für Villach zu tun. Mein damaliger Zugang zum Bitcoin war der, dass diese Währung eine ist, die abgekoppelt vom Bankenmarkt unabhängig und weltweit funktioniert. Daher war mein Ansatz mit diesem Antrag, dass auch Villacherinnen und Villacher an dieser Währung teilhaben können, die eben weder einen Computer noch Internet besitzen. In diesem Antrag stellte ich den Wunsch, dass wir als Stadt einen sogenannten Bitcoin-Automaten – also ein Gerät das wie ein ganz normaler Bankomat aussieht, nur anstatt Geld auszuspucken, kann dort Währung in Bitcoins getauscht werden – betreiben, um damit die genannten Hürden abzuschaffen. Ich war fasziniert von der Technik mit der die Bitcoins und heutzutage viele weitere Cryptowährungen arbeiten. Diese digitalen Währungen bauen nämlich alle auf der sogenannten Block-Chain-Technologie auf und als IT-Techniker war das für mich äußerst interessant. Dieser Antrag fand aber (damals hätte ich leider gesagt) glücklicherweise keine Mehrheit, weil die Schwankungsbreite, so das Argument der Mehrheit des Gemeinderates, zu hoch ist um eine solche Währung aktiv als Stadt nach Villach zu holen und damit die Spareinlagen der Villacher Bevölkerung zu riskieren. Wie gesagt, meine Intention war es eine Währung nach Villach zu holen, die weltweit einsetzbar ist und die nicht über die internationalen Banken funktioniert. Ich wollte Villach ein Stück weit unabhängiger machen. Das war die Idee.

Teure Hardwarekosten für die Umwelt

Etwa ein Jahr später, nahm der Bitcoin so richtig fahrt auf. Viele kleine Miner (so heißen die Menschen die den Bitcoin errechnen lassen bzw. „schürfen“) haben angefangen Bitcoins zu schürfen. Als IT-Techniker bemerkte ich das recht schnell, weil der Preis für Computerhardware beinahe sprunghaft anstieg. Es passierte etwas, was man sich so nicht vorstellen konnte. Ältere Hardware, vor allem Arbeitsspeicher und Grafikkarten die zur Errechnung von Bitcoins benötigt werden, gewannen an Wert! Das heißt die Obsoleszenz-Spirale wurde aufgehoben. Normalerweise – so heißt es im Scherz – ist ein Computer, wenn ich ihn gekauft habe, schon wieder veraltet. Und auf einmal ist ein vermeintlicher „alter PC“, wieder etwas wert! Der Grund dafür war der Mangel an neuer Hardware. Diese Miner kauften alles am IT-Markt zusammen, was man für Server-Farmen (also ein Zusammenschluss von Computern zum Schürfen von Bitcoins) brauchen kann. Bitcoins lohnten sich insofern, dass man obwohl man einiges investieren musste, sich die Ausgaben aufgrund der steigenden Nachfrage in kürzester Zeit amortisiert haben. Es begann die Spekulationsphase auf Bitcoins. Bitcoins wurden immer mehr von den Menschen nachgefragt – also eben auch von den Schichten die ich mit einem Bitcoin-Automat ansprechen wollte – und dadurch stieg nicht nur der Wert von Bitcoins sondern auch der Preis von Grafikkarten und Arbeitsspeicher.

Gewinner und Verlierer

Das gefiehl mir in sofern gar nicht, weil ich mich in dieser Zeit auch selbständig gemacht habe, im Bereich der Reparatur von Computern. Es wurde – was es ohnehin schon fast war – unlukrativ alte Hardware weiter zu betreiben. Das aber war genau mein Konzept. Ich wollte und will Hardware solange als möglich im Einsatz belassen, weil ja jeder weiß unter welchen umweltschädlichen Umständen die Rohstoffe für diese Geräte geschürft werden und unter welchen unmenschlichen Umständen die Hardware zusammengebaut und zu uns verschifft wird. Hier wollte ich mit meinern Kleinstunternehmen ansetzen. Nun hat sich die Lage aber so drastisch verschlechtert, dass nicht einmal mehr gebrauchte Hardwareteile gekauft werden konnte, um Hardware am Leben zu halten, weil die Miner eben diese für ihre Serverfarmen brauchten. Alte Grafikkarten und RAM-Speicher wurden unverschämt teuer, neue Exemplare wurden beinahe unleistbar und waren gar nicht erst lieferbar. Die Einzigen die von dieser Bitcoin-Beliebtheit profitieren, sind die Grafikkarten&RAM-Hersteller und (das wissen die Wenigsten) die Laptop und Fertig-PC-Hersteller. Die Produzenten die Komplettsysteme verkauften und verkaufen, haben nämlich das Glück über bestehende Lieferverträge mit Arbeitsspeicher- und Grafikkarten-Herstellern an ihre Bauteile zu moderaten Preisen zu kommen. Dieser Umstand hatte dadurch auch zur Folge, dass viele Konsumenten bei Hardware-Problemen gleich zu einem neuen PC griffen und sich dadurch die Elektroschrott-Produktion noch schneller vervielfachte.

Verheizung des Lebensraumes Erde

Neben diesen Phänomen des massiven Elektroschrottzuwachs tragen Bitcoins, wegen ihrer unglaublichen Nachfragesteigerung, auch zum Anheizen des Klimas bei.

Nicht nur Hardware wurde und wird von den Minern gekauft. Zum Betrieb von großen Severfarmen ist auch Energie nötig. Dieser Strom der für die Errechnung von Bitcoins verwendet wird, so ist die wirtschaftliche Logik, wird natürlich so kostengünstig wie möglich zugekauft. Das führt dazu, dass sich in Ländern wie der Mongolei, in denen die Strompreise erstaunlich niedrig sind, viele Bitcoin-Serverfarmen angesiedelt haben. In vielen Bereichen dieser Erde gingen wieder Kohlekraftwerke ans Netz die zuvor nicht mehr gebraucht wurden und bestehende Kraftwerke mussten ihre Verstromung von fossilen Brennstoffen noch erhöhen! Also wuchs neben der Nachfrage zu Bitcoins auch die Nachfrage von Strom, was zur Erhöhung der CO²-Emissionen führte. Und was bei mehr CO² in der Atmosphäre passiert, muss ich glaub‘ ich nicht extra erklären.

Alles für die Idee

Das Ganze muss man sich mal vorstellen. Eine erdachte Währung, etwas immaterielles, wird hergestellt, mit Materialien der echten Welt. Wir Menschen opfern sehenden Auges, unseren realen Planeten und das Leben vieler Miterdenbürger, für etwas unreales, für etwas nicht greifbares. Überspitzt gesagt, wir Verheizen uns selbst für eine Idee. Denn nichts anderes ist es, es ist eine mathematisch gut formulierte Idee von Geld.

Dieses System will ich nicht mehr unterstützen und daher wird es von mir keinen Antrag zu Bitcoins und auch keine Unterstützung von solchen geben.

Danke für‘s Lesen.

Alles Liebe,
René M. Kopeinig

Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 06.11.2019

Ahoi! Am Mittwoch, den 06.11.2019, fand die vorletzte Sitzung des Villacher Gemeinderates im Jahr 2019 statt. Diese Sitzung war aufgrund der wenigen Tagesordnungspunkte (gesamt 22 Punkte) eher von kurzer Natur. Es fanden sich auch leider keine von uns, zu einem früheren Zeitpunkt, eingebrachten Anträge auf dieser Tagesordnung. Allerdings eröffneten wir die Sitzung sozusagen mit zwei mündlichen Anfragen und zwar zur

und zu

In beiden Fällen gab Bürgermeister Günther Albel unseren Anfragen recht, allerdings konnte er kein Datum zu einer Bürgerdebatte zu 5G liefern und sein angekündigter Termin zur Villacher Klima-Enquete widerspricht dem vom Gemeinderat vorgegebenen Termin, weil er ihn erst im Jahre 2020 ansetzt.

In der Gemeinderatssitzung wurde von uns gemeinsam mit den Fraktionen BLV und ÖVP sowie Gemeinderat Richard Pfeiler ein Dringlichkeitsantrag zur Finanzierung des karitativen Vereins Westbahnhoffnung eingebracht, um den Verein vor einer drohenden Insolvenz zu bewahren.

Der Antrag fand leider keine Mehrheit, weil auch unter anderem die ÖVP ihre Beteiligung vom Antrag zurückzog und laut zuständiger Stadträtin Sandriesser eine Lösung außerhalb des Gemeinderates durch die Stadt mit der Westbahnhoffnung eruiert wird. Damit wurde der Antrag zwar abgelehnt, aber unser Ziel, dem Verein vor dem Aus zu bewahren, wurde erreicht.

Neben unserem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag gab es auch von Seiten der anderen Gemeinderatsfraktionen dringliche Anträge, zu denen wir uns  (bis auf einen Antrag) enthalten haben, weil sie uns nicht fristgerecht – also einen Tag vor der Sitzung, damit wir uns als ERDE-Fraktion absprechen können – zugesendet wurden. Unser René hat aber dennoch zu einem der Anträge Stellung bezogen und zwar zu einem Dringlichkeitsantrag der SPÖ in dem die Abschaffung des Gemeinderatsprotokolles gefordert wird. Als gelernter IT-Techniker warnte René vor dem Verlust der schnellen Auffindbarkeit von Redebeiträgen und schlug zumindest die Protokollierung durch einen Speech-to-Text Algorithmus (z.Dt. Spracherkennungssoftware) vor. Der erwähnte Antrag fand zwar eine Mehrheit im Gemeinderat (wir enthielten uns), unser Vorschlag wird nun dennoch durch die Villacher Magistratsdirektion geprüft und gegebenenfalls umgesetzt.

In dieser Sitzung des Gemeinderates war auch Landeshauptmann Peter Kaiser zugegen (er hielt auch eine Rede), um Stadträtin Irene Hochstätter-Lackner anzugeloben. Irene Hochstätter-Lackner nimmt damit offiziell den Platz von Petra Oberrauner ein, die durch einen Sitz im Nationalrat nach Wien wechselte. Wir als Verantwortung Erde hoffen natürlich auf gute Zusammenarbeit mit Frau Hochstätter-Lackner und rasche Behandlung unserer Anträge.

Auch in dieser Sitzung haben wir zwei Anträge eingebracht und zwar:

sowie mehrere Anfragen zu den folgenden Themen:

Alles in allem, war es eine recht solide Sitzung. Die nächste Sitzung des Gemeinderates findet am 04. Dezember um 9 Uhr im Bambergersaal statt. Sie ist eine der wichtigsten Sitzungen, weil in ihr das Budget für das nächste Jahr – also das Geld mit dem die Stadt Villach 2021 gestaltet – beschlossen wird. Vielen Dank für’s Lesen und vielleicht sehen wir uns zur nächsten Gemeinderatssitzung. Wir würden uns freuen! 🙂

Übrigens hier kann man die Sitzung auch nachsehen:

Bericht zur Gemeinderatssitzung vom 03.10.2019

Ahoi! Am Donnerstag, dem 03.10.2019, fand die Sitzung des Villacher Gemeinderates statt (Hier könnt ihr den Livestream nachsehen). Von uns waren wieder einige Anträge auf der Tagesordnung, die wir entweder selbst oder die wir gemeinsam mit anderen Fraktionen eingebracht haben. Ebenso gab es von uns dringliche Anträge mit anderen Fraktionen gemeinsam in dieser Sitzung und wir haben auch wieder einige neue Anträge eingebracht.

Die TO-Anträge waren:

3. Gemeinsamer Antrag Fossile raus!

6. Villach-Wagerl

24. Autofreie Innenstadt Phase 1 – Raum für Menschen: die Innenstadt als Begegnungszone

38. Trinkwasserspender für Hunde bei Trinkwassersäulen in der Stadt

Der Antrag zu “Fossile raus!” wurde vom Gemeinderat angenommen und geht damit in die Umsetzung, die Tagesordnungspunkte 6. und 24 wurden leider abgelehnt. Punkt 38 wurde zu unserer Überraschung von der Mehrheit unterstützt und ist damit vom Gemeinderat angenommen worden und geht nun in die Umsetzung. 🙂

Neben unsere eigenen Anträgen haben wir auch zu mehreren anderen Tagesordnungspunkten unsere Meinung kundgetan, hier ist vorallem der Punkt 13 “Volumen-Lizenzvertrag Microsoft […]” und Punkt 35. “Grundverkauf aus dem Privatgrund der Stadt Villach – St. Martiner Straße; RESSENIG […]” zu nennen.

Punkt 13 war deshalb ein wichtiger Punkt, weil wir uns als Verantwortung Erde für Freie Software aussprechen und es bei diesem Punkt um die Verlängerung eines (Lizenz-)Vertrages mit geschlossener Software (Microsoft) handelte. Unser René erklärte daher in der Gemeinderatssitzung, warum die Vorteile von Freier Software überwiegen und was freie Software per Definition eigentlich ist. Als Verantwortung Erde haben wir uns auch schon über eine mögliche Adaptierung für Villach dbzgl. Gedanken gemacht (hier).

Zum Verkauf einer 10.000 m² großen Grünfläche aus dem Besitz der Stadt Villach an die Firma Ressenig zur Erweiterung ihre Industriebetriebes,  gab es auch schon einen Artikel auf unserer Homepage (hier), in dem wir im Vorfeld unsere ablehnende Meinung zu diesem Tagesordnungspunkt zum Ausdruck gebracht haben bzw. uns für den Erhalt der Grünfläche aussprachen. Wir versuchten auch gemeinsam mit Richard Pfeiler und den Grünen am Beginn der Gemeinderatssitzung eine Nachdenkpause zu erwirken, in dem wir diesen Punkt per Antrag von der Tagesordnung absetzen lassen wollten. Leider ohne Erfolg. Trotz bemühter Debatten und guter Argumente – Ersatzgemeinderat Sascha Jabali hielt eine Grundsatzsrede, bei der viele Mandatare den Saal verließen (hier) – wurde der Grund schlussendlich dennoch veräußert. Das letzte Wort in dieser Frage ist aber noch nicht gesprochen, denn der Verkaufs-Vertrag entält die Bedingung, dass die Grünfläche auch noch erfolgreich in Bauland umgewidmet wird. Wir werden uns also, wie auch die Anrainerinitiative, weiterhin darum bemühen, die Grünfläche zu erhalten. Die Petition der Anrainerinitiative findet ihr (hier).

Am Ende der Sitzung sind dann auch unsere zwei dringlichen Anträge behandelt worden und zwar:

Leider wurde beiden Anträgen die Dringlichkeit durch die Mehrheit des Gemeinderates nicht zuerkannt und sie gehen damit in die gewöhnliche Geschäftsordnung über. D.h. sie werden erst zu einem späteren Zeitpunkt behandelt.

Wir haben in dieser Sitzung auch wieder einige Anträge und Anfragen eingebracht. Zum Lesen der Antragstexte einfach auf den jeweiligen Link klicken. 😉

Eingebrachte Anträge:

Eingebrachte Anfragen:

Kurzum, drei Anträge wurden abgelehnt, einer angenommen und über den Rest wird in den nächsten Sitzungen diskutiert. Apropros, der Gemeinderat tritt voraussichtlich am 6. November um 16 Uhr wieder im Bambergsaal zusammen.

Vielen Dank für’s Lesen und vielleicht sehen wir uns zur nächsten Gemeinderatssitzung. Wir würden uns freuen! 🙂

“Wie könnt ihr es wagen?” – Ein Kommentar von Sascha Jabali-Adeh zur geplanten Ressenig-Erweiterung

“Wie könnt ihr es wagen unsere Träume, unsere Kindheit und unsere Zukunft zu stehlen und durch eure Märchen vom grenzenlosen (Wirtschafts-)Wachstum zu zerstören?”

Diese Frage stellte Greta Thunberg vor einigen Tagen auf der höchsten politischen Ebene, vor den Vereinten Nationen.

Dieselbe Frage stellt sich aber auch im (vergleichsweise) kleinen Villach, wenn Bürgermeister Günther Albel die Zerstörung von 10.000 Quadratmeter Wiese durch die Expansion eines (Rüstungs-)Industrie-Betriebs gegenüber der Kleinen Zeitung mit der “Stärkung des Wirtschaftsstandortes” rechtfertigt.

Wie können wir es wagen weiterhin intakte Lebensräume für Geld, “Arbeitsplätze” und Wirtschaftswachstum zu zerstören, wo wir doch mittlerweile alle wissen, dass wir damit auch die Zukunft unserer Kinder zerstören? Wie können wir es wagen, stur an der selben Logik, der selben Prioritätensetzung festzuhalten, die uns durch ihre Entscheidungen in den vergangenen Jahrzehnten und auch in der jüngsten Vergangenheit (Dehner-Gartenmarkt, Infineon-Erweiterung usw.) an den Rande des ökologischen Kollaps gebracht hat?

Nicht Geld ist unsere Lebensgrundlage, die Natur ist es. Sie zu schützen muss endlich oberste Priorität in unseren Entscheidungen einnehmen. Nicht weiter betonieren und versiegeln – sondern Renaturierung, eine Trendumkehr! Das würde unserer Verantwortung in dieser Situation entsprechen.

Wir appelieren an die Mitglieder des Villacher Gemeinderates bei der Sitzung am 3. Oktober diese Verantwortung zu übernehmen und für den Erhalt des Grünraumes, mitsamt seinen Bäumen, Tieren, Blumenwiesen, und Bienenstöcken, bzw. gegen den Verkauf der Grünfläche zu stimmen.

Wenn auch du der Meinung bist, dass der Ausverkauf der Villacher Natur ein Ende haben soll kannst du die an den Villacher Gemeinderat gerichtete Anrainer-Petition unterstützen:

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/stoppt-den-ausverkauf-der-natur-in-villach-2

Der Online-Bericht der Kleinen Zeitung ist hier nachzulesen:

https://www.kleinezeitung.at/kaernten/villach/aktuelles_villach/5697160/Betriebsausbau-in-Villach_Grundverkauf-fuer-Ressenig-vor-Beschluss?s98k&xtor=CS1-15-%5Bvil%5D&fbclid=IwAR3MGAocWoW3JC2ALVDphW2cehF3YWrFIulm0aEixeAu3XTaNFLPo1cRr-Y