Startseite » Gemeinderat » Großprojekt in der Schütt: Wir fordern Bürger:innenbefragung

Großprojekt in der Schütt: Wir fordern Bürger:innenbefragung

von Lennart

Auf den Federauner Feldern soll nun anstatt des LKW-Logistikzentrums eine Serverfarm mit Gewächshäusern entstehen. Verantwortung ERDE sagt klar: Keine Industrieansiedlung nördlich der Gail. Die Bevölkerung muss bei einem Projekt dieser Tragweite jedenfalls mitentscheiden.

Fragen wir die Vilacherinnen

Chance bei Alplog nicht genutzt. Vor vier Jahren hat die Bürgerinitiative „Rett ma die Schütt“ das erste Gemeindevolksbegehren in der Geschichte der Stadt erfolgreich eingebracht. Mehr als 4.200 Villacher:innen haben mit ihrer Unterschrift darum gebeten, zur Verbauung der Federauner Felder befragt zu werden. Verantwortung ERDE hat die Bürger:innen-Initiative von Anfang an aktiv in diesem Vorhaben unterstützt. Der Gemeinderat lehnte die Befragung am 3. Februar 2023 jedoch mehrheitlich ab. Was folgte, waren drei Jahre voller Gerichtsverfahren und Prozesse. Diesen Oktober kam dann die höchstrichterliche Entscheidung die bereits durch die Stadt erteilte Genehmigung für die Hochwasserfreistellung aufzuheben. Am Ende steht jetzt das Aus für das Logistikzentrum Alplog Nord.

“Aktive Bürger:innenbeteiligung wäre von Anfang an der richtige Weg gewesen. Die Stadt hätte sich mit einer Volksbefragung viel Zeit und Steuergeld erspart – und dabei nicht das Vertrauen in die Politik weiter geschwächt.”, sagt Klubobmann Gerald Dobernig.

Der Gemeinderat soll die Villacher:innen fragen. Verantwortung ERDE wird den Antrag einer solchen Volksbefragung bei der nächsten Gemeinderatssitzung einbringen und lädt alle Fraktionen ein, ihn mitzutragen. Die Befragung soll dann stattfinden, wenn ein ausreichendes Gesamtbild am Tisch liegt – Betreiber, Strom- und Wasserbedarf, tatsächlich verbaute Fläche, Nutzen für die Villacher:innen – und das bevor die Stadt vertragliche Vereinbarungen eingeht. 

„Das Datenzentrum würde geschätzt vier bis fünf mal so viel Strom verbrauchen wie alle Villacher Haushalte zusammen. Ein Projekt dieser Größe hat Aufwirkungen auf alle Menschen in der Region. Eine Einbindung in die Entscheidung ist daher unbedingt erforderlich.“, so Dobernig abschließend

Ähnliche Beiträge