2.7.2026 – Unsere Fraktion bringt morgen einen dringlichen Antrag im Gemeinderat ein: Beschattung, Begrünung und – wo nötig – energieeffiziente Kühlung für alle städtischen Pflichtschulen.
Kühle Klassenzimmer sind eine Grundvoraussetzung für gesundes Lernen. Verantwortung ERDE fordert die Stadt Villach auf, als Schulerhalterin von 13 Volksschulen und 4 Mittelschulen ein umfassendes Hitzeschutz-Programm zu beschließen. Dazu wird in der morgigen Gemeinderatssitzung ein Dringlichkeitsantrag eingebracht.
Immer längere Hitzeperioden führen in Villacher Klassenzimmern zu Temperaturen, die Gesundheit und Konzentration von Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonal beeinträchtigen. Zuletzt hat auch SPÖ-Klubgeschäftsführer Christopher Slug-Lindner als Elternvertreter öffentlich Maßnahmen gegen die Hitze am CHS gefordert. Das CHS ist eine Bundesschule – dort entscheidet der Bund. Bei ihren eigenen 17 Pflichtschulen kann die Stadt hingegen sofort handeln:
„Der Vorschlag des SPÖ-Geschäftsführers ist richtig. Wir appellieren daher an die SPÖ – zuständig für Schulen, städtische Gebäude und Finanzen – bei den Schulen im eigenen Wirkungsbereich der Stadt, diese dringend benötigten Maßnahmen umzusetzen.“, sagt Gemeinderätin Gaby Krasemann.
Unser Dringlichkeitsantrag sieht die Erarbeitung eines Maßnahmenprogramms mit klarer Reihenfolge vor: außenliegende Beschattung als wirksamste Sofortmaßnahme, Dach- und Fassadenbegrünung zur dauerhaften Kühlung des Umfelds und – nur wo dies nicht ausreicht – energieeffiziente aktive Kühlsysteme. Kurzfristige Maßnahmen wie Beschattungsprovisorien könnten bereits zu Schulbeginn im September wirken. Der Stadtsenat soll bis Jahresende einen Umsetzungsplan vorlegen, damit die Mittel im Budget 2027 verankert werden und die ersten Maßnahmen vor dem Sommer 2027 greifen. Als Klimapionierstadt des Bundes stehen Villach dafür auch Fördermittel zur Verfügung.
„Mit der Richtlinie ‚Villach lebt grün‘ aus dem Jahr 2019, hat sich die Stadt zu Begrünung und Klimawandelanpassung bekannt. Der Hitzeplan hätte also schon seit 7 Jahren umgesetzt werden können. Umso wichtiger ist es, nun umgehend zu handeln, um die Situation für die Schüler:innen und das Lehrpersonal rasch zu verbessern.“, so Krasemann.