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Hbf Villach: Öffentlicher Raum braucht soziale Lösungen – nicht nur polizeiliche Präsenz

von Lennart

Die Situation am Villacher Hauptbahnhof lässt sich nicht durch Polizeipräsenz oder Verbote lösen, was es braucht ist Sozialarbeit.

Villach, 7.10.25: Ein nüchterner Blick auf die letzten Jahre zeigt: Repression alleine bringt keine Lösung – sie verschiebt Probleme nur an andere Orte. Bereits 2019 wurde in Villach ein Alkoholverbot an bestimmten öffentlichen Plätzen eingeführt. Damals wie heute warnt Verantwortung ERDE davor, gesellschaftliche Herausforderungen mit bloßer Verdrängung zu begegnen. Das Verbot hat wie prognostiziert keine langfristige Entspannung gebracht.

„Es ist an der Zeit einzusehen, dass ‚aus den Augen aus dem Sinn‘ zu keinem zukunftsorientierten Miteinander führt“, so Gemeinderat Gerald Dobernig. „Für die bestehenden Probleme muss Geld in die Hand genommen und endlich ein funktionierendes Streetwork etabliert werden. Was wir brauchen, ist kein Ruf nach härteren, sondern nach wirksameren Maßnahmen.“

Dabei ist sowohl hier, wie auch beim Thema Obdachlosigkeit ein Muster bei der SPÖ Villach erkennbar: Sie sieht gerne weg, wenn es sozial schwierig wird. Gerade im Bereich des Streetwork für Erwachsene gibt es kein nennenswertes Angebot der Stadt. Und das obwohl die Probleme seit Jahren bekannt sind und immer größer werden. Gerade in Situationen wie rund um den Hauptbahnhof, wo Alkoholabhängigkeit, Armut und psychische Belastungen zusammenkommen, braucht es Fachkräfte, die zuhören, vermitteln und begleiten.

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