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350.000 Euro für Politiker-Chauffeure

von Marion

SPÖ-Stadtregierungsmitglieder kommen den Villacher:innen teuer zu stehen

Aufgedeckt durch unsere IFG-Anfrage: Während die SPÖ jährlich über eine Viertelmillion Euro Parteienförderung kassiert, lässt sie sich zusätzlich auf Kosten der Steuerzahler chauffieren.

Die Stadt Villach gab im Jahr 2025 mehr als 350.000 Euro für Dienstwagen und Chauffeurdienste der Stadtsenatsmitglieder aus – fast 288.000 Euro allein für Personalkosten der Fahrer. Das belegt die Beantwortung einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz, die einer unsere Mandatare eingebracht hat.

Nach der äußerst problematischen Nutzung von städtischen Ressourcen für die Bürgermeisterpropaganda zeigt sich hier in einer weiteren Ausprägung, wie sich das Systems SPÖ in Villach bedient. Neben den üppigen Gehältern erhält die SPÖ-Fraktion alleine aus der Villacher Stadtkasse jedes Jahr über eine Viertelmillion Euro an öffentlicher Förderung für ihre politische Arbeit – und greift trotzdem noch tiefer in den Topf der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.

„Bezeichnend ist, wer diesen teuren Chauffeur-Service tatsächlich nutzt – und wer nicht“, sagt Klubobmann Gerald Dobernig. Erde-Stadtrat Sascha Jabali nutzt ein selbst bezahltes Kärnten-Ticket für die Öffis, FPÖ-Stadtrat Erwin Baumann fährt mit dem eigenen Auto, und auch ÖVP-Stadtrat Christian Pober nutzt das Angebot nur sehr selten. Bleiben die 4 Stadtregierungsmitglieder der SPÖ übrig. Ihre Mobilität kostet die Villacher:innen demnach sage und schreibe mehr als € 80.000 pro – pro Jahr und SPÖ-Stadtsenatsmitglied.

„Das ist ein unfassbarer Umgang mit Steuergeldern und eine Frechheit gegenüber allen Villacherinnen und Villachern, die mit ihren Steuern sparsames Wirtschaften erwarten“, so Dobernig. „Ein Vergleich mit Klagenfurt zeigt: Dort werden mit einem vergleichbaren Dienst jährlich weniger als 20.000 Kilometer gefahren – in Villach sind es 73.000. Das steht in keinem Verhältnis.“

Während die Ausgaben für die Mobilität der Allgemeinheit auf niedrigem Niveau stagnieren, leistet sich die mit absoluter Mehrheit ausgestattete SPÖ völlig aus der Zeit gefallene Luxus-Privilegien.Wir fordern ein Ende dieser Zusatzprivilegien und eine Verwendung der Mittel für die Villacher:innen. Die bereits üppige Förderung der demokratischen Arbeit und die größzügigen Bezüge im Stadtsenat müssen reichen, das zusätzliches ausnützen der Stadtressourcen für die Partei ist umgehend einzustellen.

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