Villach’s Innenstadt soll “Wohnzimmer” werden

Gute Nachrichten aus Villach:
Die Villacher Innenstadt soll zu Kärnten‘s gemütlichstem “Wohnzimmer” werden…. 🙂

Wir freuen uns, dass unsere Anträge und Vorschläge, auch wenn sie im Gemeinderat nicht immer angenommen werden, offensichtlich dennoch sehr genau gelesen werden und inspirieren können.
Denn das „neu“ ausgerufene Motto, wonach die Innenstadt zum „Wohnzimmer“ werden soll, ist ein Motto und eine Perspektive, die wir bereits in mehreren Vorschlägen (“Altstadt-Bühnen”, “Verordnung für Straßenmusik” und “WC am Hauptplatz”) im Gemeinderat als Alternative zu den jahrelangen und kostenintensiven Bemühungen, die Altstadt zum „besseren Einkaufszentrum“ zu machen, eingebracht haben.
Es geht dabei darum die Innenstadt nicht länger als reinen Ort des Konsums und Innenstadt-Besucher nicht nur als „Frequenzbringer“ zu betrachten, sondern das Herz unserer Stadt zu einem gemütlichen Begegnungsraum zu entwickeln, der den Villacher*innen Platz zum Verweilen, zur Entfaltung sowie einen angenehmen Aufenthalt ohne Konsumzwang ermöglicht.
Erste Schritte in diese Richtung sind mit der Aufstellung einiger „öffentlicher Sitzmöglichkeiten“ (Bänke) sowie Begrünungsmaßnahmen im Rahmen der „essbaren Stadt“ bereits gelungen. Neben vielen Einzelvorschlägen haben wir auch einen umfassenden Grundsatzbeschluss zu einer “autofreien Innenstadt” im Gemeinderat eingebracht, der neben der Mobilität auch andere Bereiche und Ideen unserer Vision für Villach’s Innenstadt umfasst.
Nun freuen wir uns über den Zuwachs an Buntheit im Zentrum und hoffen, dass den nun aufgehängten Regenschirmen, Schmetterlingen usw. auch dieser grundlegende Perspektivenwechsel und damit verbunden viele weitere Maßnahmen folgen, die die Innenstadt zu einem lebendigen Ort des Austauschs und des Zusammenkommens ohne finanzieller Barrieren werden lassen. Denn in einem Wohnzimmer brauchen wir kein Geld um uns Wohl zu fühlen…. 🙂

Villach fährt “ECitybus”

Tolle Neuigkeiten: In Villach kommt einiges in Bewegung! 🚌

Seit dieser Woche dreht ein elektrisch betriebener „City-Bus“ seine Runden durch die Villacher Innenstadt. Und das beste daran: Das Mitfahren ist kostenlos! 😀

Somit wird ein von uns im September 2017 eingebrachter Antrag für einen kostenlosen „E-City-Bus“ vollinhaltlich umgesetzt, obwohl dieser Antrag bis jetzt von der Stadtregierung verschleppt und noch gar nicht auf eine Tagesordnung des Gemeinderates gesetzt wurde. 🧐

Umso mehr freuen wir uns daher über dieses Umdenken und über diesen ersten Schritt hin zum „freien, öffentlichen Verkehr“ sowie zur „autofreien Innenstadt“, zu der wir ebenfalls bereits mehrere Vorschläge im Gemeinderat eingebracht haben, die bislang aber mehrheitlich abgelehnt wurden….
Für eine Trendwende in der Verkehrspolitik braucht es unseres Erachtens sowohl eine Ausweitung des Öffi-Angebotes als auch (finanzielle) Anreize, damit das Angebot auch genutzt wird. ☝️

Der „ECitybus“ fährt von Montag bis Samstag (werktags) ab 08:30 Uhr und dann im Halb-Stunden-Takt. Die letzte Fahrt startet um 18.30 Uhr.

Die Route: Drauboden-Parkplatz – Bahnhofstraße – Gerbergasse – Freihausplatz – 8.-Mai-Platz, Italiener Straße – Marksgasse – Widmanngasse – Markthalle – Lederergasse – Bahnhofstraße – Drauboden-Parkplatz.

Der Antrag für einen E-Citibuy aus dem Jahr 2017 ist – wie auch alle anderen Erde-Anträge – hier nachzulesen:

#erdeimgemeinderat #wirkt #freieröffentlicherverkehr #autofreieinnenstadt #villachistimwandel

Unser Kommentar zum “Rechnungsabschluss 2019” in der Villacher Stadtzeitung

Vorspann:
Corona zeigt uns was alles möglich ist, wenn der Wille dazu vorhanden ist

Titel:
Die Krise als Chance für einen Neuanfang erkennen und ergreifen

Text:

Wie schon dem Budget für das Jahr 2019, haben wir auch dem Rechnungsabschluss nicht zugestimmt. Beide standen unter dem Motto “Villach Boom-Town”, jener politischen Ausrichtung, durch die unsere Zukunft und unsere Lebensgrundlagen zunehmend unter Beton verschwinden.

Anstatt regionale Kreisläufe zu stärken, haben wir für internationale Konzerne Wälder gerodet, auf unseren fruchtbaren Böden Straßen und Parkplätze gebaut und unter anderem dadurch unsere Versorgung in hohem Maße von globalen Warenströmen abhängig gemacht.

Doch durch ein “weiter wie bisher” ist keine der gegenwärtigen Herausforderungen zu lösen. Auf Corona mit einem “mehr” an Konsum und Bauprojekten zu antworten, hieße nur, diese Abhängigkeiten zu erhöhen und die noch größere Krise – die Klimaerhitzung – weiter zu verschärfen.

Die momentane Situation bietet also sowohl Anlässe als auch Gelegenheiten für eine grundlegende Neuausrichtung. Es gilt, Strukturen zu stärken und zu schaffen, welche die lebensnotwendige Versorgung der Villacher Bevölkerung lokal und unabhängig vom geldvermittelten Weltwirtschaftssystem sicherstellt.

Daher erneuern wir unsere bereits mehrmals ausgesprochene Einladung: Lasst uns diese Möglichkeiten zur Veränderung ergreifen und gemeinsam eine resiliente und lebenswerte Zukunft für alle gestalten!

Liste/Infobox:

Vorschläge, wie Villach krisensicherer werden kann:

„Eigenverwaltete Grundversorgung“

„Grundsatzbeschluss: Ernährungssouveränität“

„Aktives Bodenmanagement“ (durch Vermittlung bereits versiegelter (Leerstands-)Flächen, Änderung der Gebührenstruktur usw.)

„Die essbare Stadt“

diese und weitere Anträge unter https://www.verantwortung-erde.org/indenparlamenten/gesamtansicht-antraege/

Grüne Oase statt Büros am Burgplatz

In den letzten Tagen sind wir von mehreren Villacher*innen kontaktiert und auf eine bevorstehende Bauverhandlung für ein Bauvorhaben hingewiesen worden, dass auf große Widerstände in der Bevölkerung stößt.

Es handelt sich dabei um die geplante Errichtung eines Bürogebäudes am Burgplatz in der Villacher Innenstadt und dadurch auch um die weitere Versiegelung besonders rar gewordenen Grünraumes in der Innenstadt.

Das Ringen um dieses Bauprojekt zieht sich bereits über mehrere Jahre hin. Nachdem die Stadt Villach im Juli 2014 die erste Baugenehmigung erteilt hatte, wurde nach einer Beschwerde der Anrainer vom Landesverwaltungsgericht Kärnten mit Erkenntnis vom 20. Oktober 2016 die Baubewilligung versagt und auch der Teilbebauungsplan als ungültig erklärt. Auch wurde nach einer Beschwerde der Anrainer Aichholzer und Piccottini ein Bescheid des Vermessungsamtes Villach in diesbezüglicher Angelegenheit vom Bundesverwaltungsgericht ersatzlos aufgehoben.

Nun starten die Bauwerber bzw. die Stadt Villach den nächsten Anlauf – am 09.06.2020 soll wieder eine Bauverhandlung stattfinden.

Alois Aichholzer, einer der Anrainer, hat uns seine Stellungnahme zugesendet und weitere Stellungnahmen anderer Anrainer angekündigt.

Unsere Stellungnahme zur Situation am Burgplatz:

“Die sorgfältig ausgeführte Argumentation in der Beschwerde der Anrainer erscheint uns schlüssig und nachvollziehbar. Auch die Tatsache, dass bereits im Jahr 2016 ein Teilbebauungsplan vom Landesverwaltungsgericht als ungültig erklärt wurde und ein Bescheid des Villacher Vermessungsamtes vom Bundesverwaltungsgericht ersatzlos aufgehoben wurde, untermauern diesen Eindruck.

Wir können dem von den Anrainern entwickelten Vorschlag, den vorhandenen Grünraum zu einer Grün-Oase am Burgplatz zu erweitern, anstatt ihn für ein Bürogebäude zu versiegeln natürlich sehr viel abgewinnen. Auch ein von der Stadt Villach beauftrages Expertenteam hat in ihrer “Potentialanalyse Kaiser Josef Platz Viertel” festgestellt, was vielen aufmerksamen Villacher*innen schon lange bekannt ist: “Abgesehen vom kleinen Rosengarten befinden sich keine öffentlich nutzbaren Grünflächen mit Aufenthaltsqualitäten innerhalb der Fußgängerzone.”

Das Expertenteam rät der Stadt Villacht daher dazu, an Privateigentümer heranzutreten “,um langfristig gesehen wieder die Nutzung von Grünraum innerhalb der Altstadt zu etablieren, die über bloße Begleitpflanzungen hinausgehen”.

Sascha Jabali: Wir haben erst kürzlich unter hohem Energie- und Kosten-Aufwand Flächen in der Villacher Innenstadt entsiegelt, um der ausgeuferten Verbauung entgegenzuwirken. Warum die Stadtregierung dennoch an einem rechtlich höchst fragwürdigen Bauprojekt festhält, durch das weiterer, rar gewordener Grünraum einem Bürogebäude weichen soll, ist für uns nicht nachvollziehbar. Wir appelieren an die Kolleg*innen des Gemeinderates, die Empfehlungen der von uns beauftragten Berater und vor allem auch die Vorschläge der anrainenden Villacher*innen im Sinne der Bürgerbeteiligung ernsthaft in Betracht zu ziehen. Mit dem Versuch am Burgplatz eine Grün-Oase entstehen zu lassen, könnten wir die Vorschläge unserer Berater mit den Ideen und Bedürfnissen der engagierten Anrainer verbinden und gemeinsam eine Lösung entwickeln, die das Stadtklima (in jederlei Hinsicht) nachhaltig verbessert.”

+++Online-Kalender für “Wandel-Veranstaltungen“+++

+++Online-Kalender für “Wandel-Veranstaltungen“+++

💻Zur Zeit finden mehr Konferenzen, Seminare und Workshops online statt, als jemals zuvor. Wir haben nun eine Sammlung der interessantesten, uns bekannten Termine im Veranstaltungs-Kalender auf unserer Homepage. Von der internationalen “Degrowth“ Konferenz bis zum lokalen Klimaaktivismus haben wir versucht, die “Wandelszene“ abzudecken. Wir verlinken nur kostenlose Veranstaltungen. 💸

➡️https://www.verantwortung-erde.org/aktuelle-beitraege/kalender/ (link in bio)

💡Falls ihr noch von weiteren Terminen wisst, schickt uns eine Mail mit dem folgenden Inhalt:
– Titel der Veranstaltung
– Datum und Uhrzeit (Dauer)
– Link zur Veranstaltung
– Veranstalter
– Kurzbeschreibung
an: erdakademie@verantwortung-erde.org

#freeknowledge #degrowth #wandel #onlineseminare #online #wandelwissen #schenkkultur #kalender

In Villach wird entsiegelt!

Unsere Stellungnahme zu den “Entsiegelungsmaßnahmen” in der Villacher Innenstadt:

“Die angekündigten Entsiegelungsmaßnahmen in Villach werden von uns sehr begrüßt.🙂

Wir haben uns jahrelang den Mund fusselig geredet, um auf die lebenswichtigen Funktionen des Bodens aufmerksam zu machen und dafür auch viel Kritik eingesteckt. Umso mehr freuen wir uns, dass diese Bemühungen nun erste Früchte tragen.
Von einer Trendumkehr im Bodenverbrauch kann man angesichts der derzeit sehr kleinräumigen Entsiegelungsmaßnahmen jedoch noch nicht sprechen.
Es handelt sich um einen äußerst erfreulichen, ersten Schritt der hoffentlich schon bald auf größere Flächen ausgeweitet wird. Noch dringlicher ist aber, dass die nach wie vor stattfindende, großflächige Flächeninanspruchnahme beendet wird.

Alleine in Bürgermeister Günther Albels Amtszeit wurden mehr als 1,7 Millionen m² Wald und Wiesen zusätzlich in Anspruch genommen.

Diese Entwicklung muss dringend gestoppt werden! Gerade angesichts der nahenden Wirtschaftskrise werden wir die Ackerflächen auch brauchen um den Ernährungsbedarf der Villacher*innen stillen zu können.
Vorschläge wie mit der Lebensgrundlage Boden sorgsamer umgegangen werden könnte, haben wir bereits vielfach eingebracht: Mehrere Anträge die unter anderem ein Bodenmanagement und die aktive Vermittlung bereits versiegelter Flächen vorschlagen, liegen am Tisch.

Der Boden ist eine unserer Lebensgrundlagen mit der wir sehr sorgsam umgehen müssen. Daher werden wir uns weiterhin um seinen Erhalt bemühen und hoffen, dass in Zukunft auch noch weitere unserer Anregungen aufgenommen und umgesetzt werden. 🌍”

Eingebrachte Anträge, die einen sorgsameren Umgang mit der Lebensgrundlage Boden vorschlagen:

Aktives Bodenmanagement – Leerstandserfassung und -vermittlung

Aktives Bodenmanagement – Änderung der Tarifordnung

Aktives Bodenmanagement – Informationsverbesserung

Vorübergehender Umwidmungsstopp von „der Natur gewidmeten Flächen

Grundsatzbeschluss “Villach: Ernährungssouverän”

…und viele mehr…

Stellungnahme zur aktuellen, politischen Situation in Villach

Stellungnahme:

“Verantwortung Erde appelliert an den Villacher Gemeinderat in den Krisenmodus umzuschalten und darauf aufbauend neue Prioritäten in den Entscheidungen zu setzen.
Die mit der Corona-Pandemie einhergehende, tiefgreifende Krise des geldvermittelten Weltwirtschaftssystems wird keinen Stein auf dem anderen lassen und sich auch auf Villach und das Stadtbudget massiv auswirken.
Angesichts medialer Debatten denen zu entnehmen ist, dass Teile der Stadtregierung trotz dieser Ausnahmesituation weiterhin an Prestigeprojekten, wie einer zusätzlichen Eishalle, festhalten wollen, entsteht der Eindruck, dass der Ernst dieser Lage noch nicht erkannt wurde.
Verantwortung Erde schlägt vor die verbleibende Zeit, bis Villach vom ganzen Umfang der Krise erfasst wird, sowie die noch vorhandenen, finanziellen Mittel für den Aufbau von Strukturen zu nutzen, die die Deckung der Grundbedürfnisse der Villacher Bevölkerung unabhängig von den Entwicklungen der Weltwirtschaft sicherstellen.
Konkret müssen wir uns darüber Gedanken machen wie die Versorgung mit Nahrung, Energie und Wohnraum auch in einer Wirtschaftskrise noch nie dagewesenen Ausmaßes gewährleistet werden kann. Hierbei ist sowohl Kreativität von den Menschen, als auch von der Gemeinde gefordert – wir stehen vor neuen Herausforderungen die wir nicht mit alten Denkmustern lösen werden können.

Die Bewegung verweist diesbezüglich auf eine Vielzahl an Wortbeiträgen und Anträgen, die in den letzten Jahren eingebracht wurden und in denen bereits eindringlich auf die gefährliche Instabilität des auf globalen Warenströmen aufbauenden Wirtschaftssystems hingewiesen wurde.
So zielen z.B. die Anträge zur „eigenverwalteten Grundversorgung“ oder der „Grundsatzbeschluss Ernährungssouveränität“ ganz klar auf die Stärkung der lokalen Versorgungssicherheit ab.
Es liegen also bereits einige Vorschläge am Tisch. Nun gilt es gemeinsam mit allen Fraktionen und den Villacher*innen diese weiterzuentwickeln und umzusetzen.
Die von Bürgermeister Günther Albel verlautbarte Prognose eines „Budgetlochs von € 15 Millionen“ ist eine durchaus optimistische Annahme, die dennoch bereits erahnen lässt, dass eine Neustrukturierung des Budgets und der geplanten Vorhaben unausweichlich ist. Es ist an der Zeit klar zu kommunizieren, dass im Zuge dieser Neustrukturierung einige Projekte nicht realisiert werden können. Angesichts der Tragweite dieser Entscheidungen wäre für die Fraktion „Erde“ auch eine Einbeziehung der Bevölkerung in diesen Neuausrichtungsprozess, z.B. in Form eines Bürger*innenrates, sinnvoll.”

Von den Sunflower-Gesprächen und neuen Gesellschaftsentwürfen

Vanessa und Sascha haben eine Einladung der Sunflower-Foundation wahrgenommen und sich auf eine einwöchige Reise begeben….

Zuerst ging es nach Tübingen, die Stadt mit der „jüngsten Bevölkerung Deutschlands“ und dementsprechend vielen interessanten Initiativen. Anlass dieser Einladung waren einerseits Vernetzung, das Weitergeben von Impulsen sowie das Einsammeln von Inspirationen, andererseits aber vor allem auch die „Sunflower-Gespräche“, die in Tübingen stattfanden. Die Sunflower-Foundation hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die „kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Hintergründe, Zusammenhänge und Veränderungen von Geld zu informieren“. und darum geht es auch in diesen Gesprächen.

Wir sind deshalb Teil davon, weil wir uns seit mehreren Jahren mit der Frage auseinandersetzen, wie das derzeitig vorherrschende, Geld-vermittelte, destruktive und zum Wachstum gezwungene Wirtschaftssystem überwunden werden kann. In die Gespräche bringen wir vor allem unsere Erfahrungen mit Lösungsansätzen aus der Praxis ein. Sehr viele unserer Projekte wie die essbare Stadt, unsere Gärten und Äcker, die Schenk-Box, die Saatgutfeste usw. sind Versuche, „geldlogikfreie Kreisläufe“ und Alternativen zur „totalen Verwertung“ zu etablieren. Auch vielen anderen Erde-Initiativen liegt dieser Zugang gedanklich zugrunde.

Insgesamt 12 Menschen aus Wissenschaft und Praxis waren Teil dieses Treffens, wovon einige auch ein gemeinsames, interdisziplinäres Buch schreiben. Darin soll aus den verschiedensten Perspektiven auf die Frage eingegangen werden, ob es einen anderen gesellschaftlichen Umgang mit dem Geld oder ob es geldfreie Wirtschaftsformen braucht, um die umfassenden Krisen lösen zu können, in denen wir uns derzeit global befinden.

Gleich am ersten Abend unserer Reise lauschten wir einem von der Initiative „Insel mit Hafen“ organisierten Vortrag von Eske Bockelmann zum Thema „Wohnen und Geld". Eske gab in dem Vortrag auch einen Einblick in sein Ende Februar im Verlag „Matthes & Seitz Berlin“ erscheinendes Buch mit dem Titel: «Das Geld: Was es ist, das uns beherrscht». Wir freuen uns schon sehr auf dieses Buch, weil wir hoffen, dass es durch seinen revolutionären neuen Blick auf die Entstehung und das Wirken der "Übermacht" Geld, die über unser aller Leben bestimmt, eine breite Diskussion anregen kann.

Zur weiteren Inspiration durften wir auch einige lokale Projekte besuchen, die bereits vom „üblichen“ Umgang mit Geld abweichen. Ecki und Eva gaben uns einen Einblick in ihre Gemüseproduktion mit der sie eine solidarische Landwirtschaft mit ca. 250 Mitgliedern versorgen. Sie erzählten uns auch eindrücklich, dass sich ihr Leben und ihr Tätigsein veränderte, seit sie jene Menschen, für die sie das Gemüse anbauen, auch persönlich kennen und von ihnen ein „Grundeinkommen“ beziehen, anstatt in ständiger Ungewissheit zu leben, ob der Verkauf an den anonymen Markt genug zum (Über)Leben abwirft.

Auch die lokale Food-Sharing-Initiative zeigte uns ihre Abläufe und die (Un)Mengen an Lebensmitteln, die sie täglich retten können. In Tübingen gibt es in der ganzen Stadt sogenannte „Fairteiler“, wo die Lebensmittel nach Abholung bei den Supermärkten hingebracht werden. Was uns besonders beeindruckte: Sogar im Tübinger Rathaus gibt es so eine Verteil-Stelle für gerettete Lebenmittel.

Marc vom „Mietshäusersyndikat“ lud uns in das „4-Häuser-Projekt“ ein, um uns das Konzept dieser solidarischen Wohn-Form näher zu erklären. Mittlerweile gibt es in Deutschland schon mehr als 150 solcher Wohnprojekte, die zum „Mietshäusersyndikat“ gehören und sich um leistbaren, selbst-organisierten Wohnraum und solidarisches Wirtschaften bemühen.

Im Keller eines solchen alternativen Wohnprojekts trafen wir dann Agath, die uns den dort befindlichen „Schenk-Laden“ und die Philosophie dahinter erklärte. Da wir mit der „Schenkbox“ und den „Wandelzellen“ ähnliche Initiativen betreuen, konnten wir uns auch über Erfahrungswerte angeregt austauschen.

Überhaupt fanden wir in Tübingen viel vor, dass wir auch selber machen bzw. was wir im Villacher Gemeinderat beantragt haben. So gibt es z.B. nicht nur Mitfahrerbänke, sondern Samstags auch „freien, öffentlichen Verkehr“. Die Stadtregierung steht alternativen Wohnprojekten grundsätzlich positiv gegenüber und unterstützt sie daher auch in der Entstehung und Abwicklung. In sehr vielen dieser Wohnprojekte gibt es eigene Schenk-Regale und/oder Räume.

Wir durften bei Sigi und Gottfried wohnen, die auch in einem solchen Haus leben, alle Exkursionen organisierten und Mitinitiatoren der vorher erwähnten „Insel mit Hafen“ sind. Gleich neben ihrem Haus im „Französischen Viertel“ gibt es auch eine „Wagenburg“, in der rund 150 Menschen in Bussen und „Tiny-Häusern“ leben, auf einem Grund, den ihnen die Stadt verpachtet.

Wir hatten in diesen Tagen in Tübingen sowohl bei den Exkursionen als auch bei den Gesprächsrunden gute Gelegenheiten, die Gruppe, die sich diesem Buchprojekt widmet, näher kennenzulernen und Grundlegendes zum Buch zu klären. Die Vorfreude auf das „Schreiben“ ist groß – wir werden bezüglich des Buch-Projekts weiterhin berichten und am Laufenden halten.

Von Tübingen aus ging es dann weiter nach Zürich, wo wir auch wieder sehr interessante Menschen und Initiativen kennenlernen durften.

So trafen wir zB. Jasmin von „Transition Town Zürich“ im L200, einem Co-Working-Space, der von mehreren Initiativen gemeinsam genutzt wird. In Zürich sieht die Transition-Initiative ihre Aufgabe vor allem im „Sichtbarmachen“ der vielfältigen, bereits vorhandenen Gruppen/Projekte/Initiativen. Hierzu wurden z.B. für 8 Stadtteile - sogenannte Quartiere - eigene „Wandel-Stadtkarten“ erstellt, auf denen sowohl Orte als auch Beschreibungen zu den Projekten zu finden sind.

Anschließend ging es in das „Kalkbreite“-Haus, wo uns Fred in einer „privaten“ Führung hinter die Kulissen dieses beeindruckenden Projekts blicken ließ. In der „Kalkbreite“ leben rund 300 Menschen, die sich sowohl große Gemeinschaftsräume und Großküchen als auch z.B. Gefrier- und Wasch-Räume teilen, um dadurch Wohnraum und den ökologischen Fußabdruck zu verringern und zugleich die Lebensqualität zu steigern. Eine Bedingung, um einziehen zu können war beispielsweise, dass man eine „Auto-Verzichts-Erklärung“ unterschreibt. Einigen ist dieses außergewöhnliche Wohnprojekt vielleicht aus dem Film „Zeit für Utopien“ bekannt – wer neugierig geworden ist, dem empfehlen wir jedenfalls, sich das Projekt näher anzusehen.

Gemeinsam mit Fred ging es dann wieder zurück ins L200, wo sich eine Gruppe von Menschen traf, die sich gemeinsam darum bemüht, das nächste Groß-Wohn-Projekt ins Leben zu rufen - „nena1“. Unter den Anwesenden war auch der unter dem Pseudonym „P.M.“ bekannte Autor des Buches „Bolo´bolo“, von dem sich viele der bereits vorhandenen Wohnprojekte inspirieren ließen. Wir hatten auch kurz die Gelegenheit, mit ihm zu sprechen, und haben das Buch „Die andere Stadt“ sowie einige Broschüren geschenkt bekommen, mit denen wir viele Impulse und Inspirationen mit nach Hause bringen.

Am letzten Tag unserer Reise wartete ein weiteres Highlight: Wir waren ins Money-Museum in Zürich eingeladen, um an einem Workshop von Simon Sutterlüti und Stefan Meretz teilzunehmen, die unter anderem die Autoren des Buches „Kapitalismus aufheben“ sind und auch beim „Commons-Institut“ mitwirken.

Der Workshop baute auf ihren Theorieansätzen auf, mit denen sie mögliche Wege hin zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft eröffnen, und regte dadurch zur eigenen Utopie-Vorstellung an. Wir hatten auch die Gelegenheit, uns nach dem Workshop mit den Beiden unter anderem über www.nach-dem-geld.de - ein weiteres spannendes Projekt, an dem sie beteiligt sind - auszutauschen und haben vor, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Zuhause wieder angekommen, blicken wir dankbar auf eine unglaublich spannende, erfahrungsreiche und inspirierende Woche zurück. Wir freuen uns, dass wir so viele neue Ideen und Impulse mitnehmen konnten und von den Erfahrungen lieber Menschen, die sich mit gesellschaftlicher Transformation befassen, lernen durften. Wir fühlen uns unglaublich gestärkt. Einerseits, weil uns die Reise wieder einmal vor Augen geführt hat, dass es bereits viele, viele Menschen sind, die sich aktiv darum bemühen, alternative Gesellschaftsentwürfe zu entwickeln. Andererseits, weil wir uns in unseren Ansätzen und Bemühungen bestätigt fühlen und noch viel greifbarer wurde, dass andere Lebensweisen möglich sind. Wir befinden uns bereits mitten im Wandel, lasst ihn uns gemeinsam gestalten.

Danke.

Politischer Jahresrückblick 2019

Auch im politischen Bereich unserer Bewegung ist 2019 einiges geschehen…

Die Themen „Umwelt“ und „Klima“ waren im Jahr 2019 wahrlich in aller Munde.

Zwar waren die politischen Mehrheitsverhältnisse auch heuer noch (!) nicht dazu bereit, umfassende und tiefgreifende Maßnahmen zu setzen, um eine dringend notwendige Trendumkehr, in der bereits ausgeuferten Umweltzerstörung einzuleiten, dennoch zeigte das Engagement von Millionen junger Menschen weltweit und auch in Villach Wirkung: Die Themen Klima- und Umweltschutz sind im politischen Mainstream angekommen. Derzeit vor allem noch sehr oberflächlich, in Form von Ankündigungen und Jubelmeldungen, aber immerhin.

Green Washing

Es wird unser aller gemeinsame Aufgabe sein, den Villacher Gemeinderat immer wieder daran zu erinnern, den Lippenbekenntnissen auch Taten folgen zu lassen und ihnen somit Substanz zu verleihen. Begrünte Bushaltestellen sind eine nette Idee, um das Leben in der Stadt an den Klimawandel anzupassen. Solange jedoch zeitgleich durch Gemeinderatsentscheidungen jährlich 10.000e Quadratmeter lebendiger Wiesen umgewidment, versiegelt und nachhaltig zerstört werden, können wir die Bestrebungen der Stadtregierung in diesen Bereichen leider nicht ernst nehmen. Diese Strategien finden aktuell weite Verbreitung und werden unter dem Begriff “green washing” zusammengefasst. Auch dies gilt es klar zu benennen und sichtbar zu machen. Es gibt viel zu tun und dabei gilt es sich nicht von Marketing-Maßnahmen seitens der Stadtregierung den Blick trüben zu lassen – dafür ist dieses Thema zu ernst und zu wichtig.

Große Würfe

Um dem Wunsch der jüngsten Generation nach einer lebenswerten Zukunft gerecht zu werden, braucht es unseres Erachtens ein klares Bekenntnis zu einer neuen Prioritätensetzung, sowie ernsthafte Bemühungen für große Themenfelder wie das Anstreben der Ernährungssouveränität, oder den freien, öffentlicher Verkehr. Mit dem Vorschlag zur freien, eigenverwalteten Grundversorgung versuchen wir die Diskussion um eine vom Wachstum gezwungenen Wirtschaftssystem möglichst unabhängige und lokale Versorgung unserer Grundbedürfnisse in Gang zu bringen. Es macht zwar den Eindruck, dass es noch dauern könnte, bis diese Themen ernsthaft diskutiert werden, doch der Grundstein ist gelegt. Aus unsere Sicht ist die Entkopplung unserer Grundbedürfnisdeckung von globalen Warenströmen das zentrale Thema auf dem Weg in eine lebenswerte Zukunft. Die Erfahrung, wie mit unseren Hinweisen und Vorschlägen in der Vergangenheit umgegangen wurde, stimmt uns jedenfalls hoffnungsvoll, dass der Villacher Gemeinderat sich – hoffentlich früher als später – auch schon bald diesen Themen widmen und unsere Anregungen aufnehmen wird. Denn während es dort noch vor nicht all zu langer Zeit hieß, dass unsere Gedanken und Ideen “nicht von dieser Welt” wären, werden mittlerweile viele unserer, zuerst abgelehnten, Vorschläge mit den Logos anderer Fraktionen versehen und nun doch umgesetzt – sie sind also gar nicht mehr so „außerirdisch“….

Rückblick

Dementsprechend begann unser politisches Jahr auch mit mehreren guten Nachrichten:

Mehrwegbecher

Anfang Feber wurde bekanntgegeben, dass unsere Anregung, bei Großveranstaltungen auf Einwegplastik zu verzichten und stattdessen auf Mehrweg-Systeme zurückzugreifen, umgesetzt wird. Alleine am Villacher Kirchtag konnten durch diese Maßnahme rund 10 Tonnen Plastikmüll vermieden werden.

Feuerwerk

Es wurde heuer beim Kirchtag auch erstmals auf ein Feuerwerk verzichtet und auch zu Silvester gibt es in Villach statt einem Feuerwerk ein Alternativprogramm mit Live-Musik. Dieser Entscheidung ist ebenfalls ein Erde-Antrag vorausgegangen. Wir konnten also zusammengefasst dazu beitragen, die Großereignisse in unserer Stadt nachhaltig zu verändern. 🙂

Stadtmediathek

Ebenfalls Anfang Feber wurde, nach mehreren Jahren und unzähligen Diskussionen, endlich beschlossen, dass neben der Live-Übertragung der Gemeinderatssitzungen auch eine Mediathek eingerichtet wird, um sich die Sitzungen auch im Nachhinein ansehen zu können. Ein Meilenstein in der Frage der transparenten Nachvollziehbarkeit der politischen Entscheidungsfindung im Gemeinderat, für den wir uns lange eingesetzt haben und über den wir uns dementsprechend freuen.

E-City-Bus

Schon im Oktober 2017 haben wir gemeinsam mit anderen Fraktionen einen Antrag für einen elektrisch betriebenen City-Bus eingebracht. Im Oktober 2019 wurde dann angekündigt, dass diese Forderung umgesetzt wird und ab 2. Jänner 2020 ein kostenlos nutzbarer E-City-Bus in Villach seine Runden dreht. Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung und sehen dies auch als ersten, wichtigen Schritt in Richtung “freier öffentlicher Verkehr”, für den wir uns seit dem Wahlfrieden 2015 einsetzen.

Umweltfreundliches Mitteilungsblatt

Bereits zu Jahresbeginn wurde bekanntgegeben, dass das Mitteilungsblatt künftig neben neuem Aufbau und Layout auf umweltfreundliche(re)m Papier gedruckt und somit einem Vorschlag nachgekommen wird, den wir schon in der ersten Sitzung dieser Gemeinderatsperiode 2015 eingebracht haben.

Notschlafstelle

Auch was die Obdachlosigkeit in unserer Stadt betrifft, ist, seitdem wir vor zwei Jahren auf eine fehlende Notschlafstelle aufmerksam gemacht haben, einiges geschehen. Zwar gibt es in Villach noch immer keine niederschwellige Notschlafstelle, doch mittlerweile wurden (immerhin) sogenannte “Notschlafzimmer”, sowie ein ganzjähriges Kältetelefon eingerichtet. Auch die Aufmerksamkeit konnte nachhaltig auf dieses Thema gelenkt werden: Während es jahrelang hieß, in Villach gäbe es keine Obdachlosigkeit, wird mittlerweile im Mitteilungsblatt, auf Leuchttafeln, in Bushaltestellen und in sozialen Medien auf das „Angebot“ rund um das Kältetelefon hingewiesen. Diese Entwicklung ist zu begrüßen, wenngleich noch viel zu tun ist und wir alle auch aufgefordert sind, mit offenen Augen durch unsere Stadt zu gehen. Wir werden uns jedenfalls weiterhin für eine möglichst niederschwellige Hilfestellung für von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen in Villach einsetzen.

Erdwechsel

Einen schönen, vorläufigen Abschluss seiner Tätigkeit als “ordentlicher Gemeinderat” gab es für René Kopeinig. Nach 18 Monaten und vielen Anträgen, Anfragen und Wortmeldungen übergibt er dort wieder an Sascha Jabali und wird unser “Politik-Team” als Ersatzgemeinderat weiterhin tatkräftig unterstützen. Auf Renés Initiative hin wurde in seiner vorerst letzten Sitzung der Antrag zur “Weihnachtschance” von allen Fraktionen eingebracht und einstimmig beschlossen. Es wird also in Villach künftig eine Möglichkeit geben, lebende Christbäume selbst auf einem Grundstück der Stadt Villach einzusetzen oder den Baum beim Stadtgarten abzugeben, der dann die Pflanzung übernimmt.

Ein gebührende Abrundung der engagierten 1 1/2 Jahre mit unserem “GemeindePIRATEN” 🙂

Anträge & Anfragen

Es würde den ohnehin bereits sehr weit gefassten Rahmen sprengen, auf alle durch Verantwortung Erde angeregten Maßnahmen und Veränderungen bzw. auf alle neuen Anträge im Jahr 2019 einzugehen. Daher noch möglichst kurz:

Insgesamt haben wir im Jahr 2019 23 Anträge, 22 Anfragen und unzählige Ideen, Impulse und Diskussionsbeiträge in die Villacher Stadtpolitik eingebracht.

Die Anträge reichen vom „Grundsatzbeschluss Villach autofrei“ über den Paracelsusgarten oder den „Gestaltungsbeirat“, in welchen der bisherige Architekturbeirat weiterentwickelt werden soll, bis hin zu „Villach Pflückt“ – einer Online-Map für essbare Bäume und Orte in Villach. Einige dieser Vorschläge bauen auf Anträgen aus den Vorjahren auf und sind daher im Zusammenhang zu verstehen.

Alle Anträge und Anfragen in voller Länge findet ihr auf unserer Homepage.

Landeserde

Zwei mal waren wir auch heuer wieder in den Ausschuss für “BürgerInnenbeteiligung, direkte Demokratie und Petitionen” eingeladen und durften dort dem Kärntner Landtag gemeinsam mit allen anderen nicht im Landtag vertretenen Gruppierungen, die zur Landtagswahl 2018 angetreten sind, einige Vorschläge und Ideen unterbreiten.

Nachdem wir in den ersten beiden Ausschuss-Sitzungen Vorschläge zu den Themen Mobilität (Freier, öffentlicher Verkehr, Mitfahrerbänke usw.), Ernährungssouveränität (Essbares Kärnten) und Raumordnung eingebracht haben, brachten wir im Herbst 2019 unsererseits die Themen “Demokratie-Reform” und die Vergabe öffentlicher Aufträge auf die Tagesordnung.

Besonders beeindruckt sind wir vom Klima der Zusammenarbeit auf Landesebene, die stets konstruktiv und auf Augenhöhe stattfindet. Eine Basis, die auch in Villach wünschenswert wäre.

Zusammenfassung

Zusammengefasst sehen wir auf der politischen Ebene kleine positive Schritte, die Grund zur Freude geben. Die großen Würfe im Bereich der Nachhaltigkeit blieben jedoch, leider auch in diesem Jahr, aus. Während einige Initiativen wirklich zu begrüßen sind, gilt es darauf zu achten, dass es nicht bei diesen kleinen, ersten Schritten bleibt, während zugleich versucht wird, alte Glaubenssätze und Prioritätensetzungen mit einem „nachhaltigen Anstrich“ zu versehen und somit weiter fortzusetzen. Wir möchten die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen nicht „grüner“ gestalten, sondern beenden. Um diese Grundvoraussetzung für eine lebenswerte Zukunft werden wir uns auch 2020 ebenso bemühen, wie um weitere, konstruktive Vorschläge für ein lebendigeres Villach.