3.300 Wohnungen leer, vier Jahre ohne Maßnahmen
Seit Jahren warten Villacher:innen auf Lösungen für leistbares Wohnen und bezahlbare Mieten – doch die verantwortlichen Stadträten Sobe (Stadtplanung) und Baumann (Wohnen) haben in dieser Zeit keine bekannten Maßnahmen vorgelegt, während unser „Wohnraumpaket“ seit 2022 nicht behandelt wird.
Die von uns vehement eingeforderte Leerstandsstudie ergab 2022, dass mit einer Quote von 7,7 %, in Villach mehr als 3300 Wohnungen ungenutzt leer stehen. Das komplexe Problem der Wohnkostenkrise erfordert vielfältige Maßnahmen und Lösungsansätze. Unsere Vorschläge im Jahr 2022 als „Wohnraumpaket“ vorgestellt, liegen immer noch in den Schubladen der Referenten und wurden in über vier Jahren nicht einmal auf die Tagesordnung eines Ausschusses gesetzt.
„Die Stadt leistet sich absoluten Stillstand bei der Leerstandspolitik. In Villach stehen über 3300 Wohnungen leer und den Preis für dieses Marktversagen zahlen die Wohnungssuchenden.“ – DI Gaby Krasemann, Gemeinderätin und Raumplanerin
Unsere Anträge, eingebracht von Raumplanerin Gaby Krasemann, sehen unter anderem vor, das Modell „Sicher vermieten“ aus Vorarlberg in Villach einzuführen. Eine öffentliche Koordinierungsstelle verwaltet dabei für Hausbesitzer die Vermietung. Diese stellen den Wohnraum im Gegenzug zu einem reduzierten Mietpreis zur Verfügung. Das führt zu einer Risikominimierung für die Vermieter und eine leistbare Mietpreisbindung für die Mieter.
„Es ist nicht nachvollziehbar warum die Referenten über die ganze Gemeinderatsperiode keine eigenen Maßnahmen zur Leerstandsbekämpfung ergriffen haben. Wenigstens die Behandlung der vorliegenden Anträge wäre im Sinne der Menschen im Villach umzusetzen gewesen.“ – DI Gaby Krasemann
Weitere Anträge des Wohnungspaket:
Sanierungsberatung und -förderung
kommunale Bürgschaften für Wohnungssanierung