“Wollen wir wirklich weiterhin die Natur und unsere Gesundheit dem Geld unterordnen?”

Ein Kommentar unseres politischen Sprechers Gerald Dobernig:
 
“Auch an uns haben sich einige Menschen mit Unverständnis, Wut und berechtigter Sorge bezüglich des derzeit stattfindenden GTI-(Vor-)Treffens gewendet.
Unsere Bewegung hat sich bereits mehrfach dafür ausgesprochen, von dieser zerstörerischen Form des Tourismus, bei der sich tausende Fans von lauten Verbrennungsmotoren auf einem Ort konzentrieren, um gemeinsam Lärm und Abgase zu produzieren, Abstand zu nehmen.
Angesichts der nahenden ökologischen Katastrophe ist es verheerend genug, wenn wir im eigenen Wirkungsbereich aktiv Lebensgrundlagen zerstören. Wirklich absurd wird es aber dann, wenn wir darüber hinaus auch noch Menschen aus anderen Teilen der Erde dazu einzuladen, unsere Umwelt zu vergiften.
 
Es ist an der Zeit, ernsthaft darüber nachzudenken, ob wir uns und nachkommenden Generationen wegen Geld bzw. wirtschaftlichen Interessen die Lärmbelästigung, die Luftverschmutzung, das erhöhte Verkehrsrisiko und vor allem auch die Umwelt- und Gesundheits-Belastungen wirklich weiter antun möchten.
Unsere Bewegung kommt in dieser Frage zu einem klaren Schluss: Wir verzichten gerne auf den „Abgas-Tourismus“.
 
Die Sorgen und Beschwerden aus der Bevölkerung sind ebenso ernst zu nehmen, wie auch unsere Verantwortung dem Klimawandel entgegenzuwirken und ihn nicht weiter zu befeuern. Die Politik ist gefragt, endlich zu handeln, die Problematik ist bereits seit Jahren bekannt.
Es ist zwar zu begrüßen, dass innerhalb der Stadtregierung offensichtlich ein Umdenken stattfindet. Da bislang eisern an der Förderung dieser vermeintlichen Einnahmequellen festgehalten wurde, fordern wir hier klare und nachvollziehbare Lösungsschritte ein. Einen Anfang könnte hierbei ein klares Bekenntnis zum Naturpark Dobratsch als Naturschutzgebiet mit Fahrverbot und Einführung eines Shuttle-Verkehrs in den betroffenen Frühjahres- und Herbstwochen sein.
Dennoch ist festzuhalten, dass es sich hierbei aus unserer Sicht nur um eine Symptombehandlung und um eine Verlagerung des Problems handeln kann.
 
Wir laden daher die Stadtsenatsfraktionen dazu ein, alle Unterstützungen für diese Form des Tourismus einzustellen und den Organisatoren sowie den Besuchern der Treffen bzw. Vortreffen klar zu kommunizieren, dass sie als Menschen herzlichst eingeladen sind, Villach zu besuchen, aber bitte ohne uns dabei schlaflose Nächte zu bereiten und unsere Umwelt zu verschmutzen.”
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