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Wir alle sind Villacher:innen

von Lennart

Drei Initiativen für mehr Begegnung in Villach

Mit drei Initiativen für aktive Integrationspolitik wollen wir den Bürger:innen neue Möglichkeiten der Teilhabe geben. Als Inspiration für die Anträge sehen wir den belgischen Bürgermeisters Bart Somers, der am 18. September 2025 einen vielbeachteten Vortrag in Villach gehalten hat.

„Integration gelingt dort, wo Menschen Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft erfahren. Die Gelegenheit dazu bietet sich in alltäglichen Situationen – wie beispielsweise am Spielplatz, im Park oder im Sportverein.“. Ziel sei es, öffentliche Räume stärker als Orte des Zusammenlebens zu nutzen und Gemeinschaften zu stärken.

Die Vorschläge grenzen sich damit bewusst von Maßnahmen ab, die Integration vor allem über Drohung und Bestrafung organisieren. Zuletzt hatte die Stadt Villach etwa strengere Sprachvoraussetzungen für Sozialhilfe und Gemeindewohnungen beschlossen. Solche Maßnahmen hätten vor allem symbolischen Charakter und würden nur wenige Menschen direkt betreffen, während sie gleichzeitig zur Spaltung in der Gesellschaft beitragen.

Internationale Beispiele zeigen, dass Städte erfolgreicher sind, wenn sie Integration als gemeinsames Projekt der ganzen Stadt verstehen. Besonders bekannt ist der Ansatz des belgischen Bürgermeisters Bart Somers, der in Mechelen gezielt auf Begegnung, Nachbarschaft und gemeinsame Räume gesetzt hat.

Unsere Anträge stehen unter dem Motto „Wir alle sind Villacher:innen“:

Integrative Sportförderung ausbauen

Sportvereine sind zentrale Orte der Integration. Eine gezielte Förderung integrativer Sportangebote hilft, dass Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen gemeinsam aktiv werden und Teil der lokalen Gemeinschaft werden. Vereine die in besonderem Ausmaß internationale Personen, armutsgefährdete Personen oder sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche als aktive Mitglieder aufnehmen und nachhaltig integrieren, sollen eine gesonderte Förderung erhalten.

Spielplatz-Betreuung zur Stärkung des sozialen Friedens
Um ein gutes Miteinander vorzuleben, ein respektvolles Miteinander zu fördern, aufkeimende Konflikte frühzeitig zu entschärfen, und schlussendlich auch Kinderschutz zu leben, können jugendliche Betreuer:innen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Verantwortung übernehmen. Besonders erwünscht ist dabei die Bewerbung von Jugendlichen mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen – gerne auch mit eigener Migrationsbiografie. Sie können als positive Vorbilder wirken und Brücken zwischen Gruppen schlagen.

Präventionskonzept für Gailgrillplatz

In den Sommermonaten sollen „Gail-Betreuer:innen“ eingesetzt werden, um der wiederkehrenden Müllproblematik zu begegnen und für ein soziales Miteinander zu sorgen. Diese mehrsprachigen Betreuer:innen werden von der Stadt eingeschult erhalten ein kleines Entgelt für ihren Einsatz. Regeln wirken dann, wenn sie von der gesamten Gemeinschaft getragen und verstanden werden.

“Integration gelingt dort, wo Menschen Teil der Gemeinschaft werden können und sie unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund oder Geschlecht die Möglichkeit zur Teilhabe am Alltag, in Vereinen, in Nachbarschaften oder im Sport haben.” so die Bewegung abschließend.

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