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Für ein solidarisches Villach

von Julia

Am Weltgeflüchtetentag denken wir an alle Menschen, die flüchten mussten oder zurzeit auf der Flucht sind. Ihre Rechte, Bedürfnisse und Träume sollen uns alle in Erinnerung rufen, dass es darum geht nicht nur zu überleben, sondern ein Leben in Würde leben zu können.

Doch es sind nicht nur an diesem Gedenktag, sondern jede Stunde und Minute Menschen auf der Flucht, oder werden gar an ihr gehindert. Wir denken daran wie es den Menschen geht, die am untersten Rand der Gesellschaft gedrückt werden. Dies passiert in Europa, angeblich Hort der Humanität: „Extrem unhygienische Bedingungen, „toxisches“ Wasser und in kleinen, durch die pralle Sonne extrem aufgeheizten Zelten zusammengepferchte Familien seien Alltag in den Flüchtlingslagern der Ägäis-Inseln“1.

Wir fordern eine sofortige Evakuierung der Lager!

Aber auch die Flucht selbst wird durch FRONTEX zunehmend erschwert. Mittels Push-Backs2 (zurück drängen von Booten mit Geflüchteten) werden Menschen daran gehindert ihr Recht auf einen Asylantrag wahr zu nehmen3. Die EU verfolgt ein zunehmend restriktiveres Grenzregime, um Menschen abzuschrecken. So werden nun zunehmend Drohnen eingesetzt, mit ihnen kann Schiffbrüchigen nicht mehr geholfen werden.4

Währenddessen weigert sich unsere Bundesregierung auch nur ein paar Menschen von den Elendslagern an den Außengrenzen aufzunehmen. Während in Deutschland die Aufnahme von 1500 Menschen von Lesbos durch die rechts-konservative CSU mitgetragen wird herrscht in Österreich Stillstand5.

Villach lebt Vielfalt! Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen leben in unserer Stadt und bereichern sie durch ihre Perspektiven, Sprachen und Kulturen.

Es wohnen jedoch nicht nur Menschen mit Aufenthaltsstatus bei uns sondern auch Asylwerber:innen und Menschen ohne Papiere die in ständiger Angst vor einer Abschiebung oder einer Polizeikontrolle leben müssen. Ihnen sollten wir besonders in Villach gedenken, denn sie leben mit uns zusammen.

Die Stadt denen die darin wohnen!

Die Stadtregierung konnte sich bereits dazu bewegen Familien aus Lesbos aufzunehmen, sofern die Bundesregierung eine Aufnahme genehmigen würde.

Als vielfältige und solidarische Stadt sollten wir diesen Tag jedoch zum Anlass nehmen mehr zu tun!

Villach sollte seiner Weltoffenheit Rechnung tragen und sich vermehrt für einen solidarischen Umgang und einen sicheren Hafen für Menschen, die schwerstes hinter sich haben einsetzen!

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