Rückblick: Gemeinderatssitzung vom 8. März

Schon vorletzten Freitag, den 8. März, fand – diesmal im Bambergsaal des Parkhotels – die erste Gemeinderatssitzung des Jahres statt.

Die Sitzung ist erstmals unter diesem Link online nachsehbar.
Neben der umfassenden und fundierten Argumentation unseres Gemeinderates René zum Thema Cannabis und Freier Software haben wir auch folgende Anträge eingebracht, die ihr wie immer in unserer Gemeinderatssparte, hier auf der Homepage findet:

„Grundsatzbeschluss Villach:autofrei“

Die Stadtpolitik hat die Entscheidungen, wo Handel und Konsum stattfindet, durch das ermöglichen der Einkaufszentren Atrio, VEZ und Neukauf schon vor Jahren getroffen. Da gleichzeitig alle nennenswerten Institutionen und Siedlungsprojekte in den letzten Jahrzehnten außerhalb des Stadtzentrums umgesetzt wurden, erscheint es logisch, dass die reichlich mit Parkmöglichkeiten und umfassendem Sortiment ausgestatteten Shopping-Zentren von den BürgerInnen der Villacher Innenstadt vorgezogen werden.

Wir plädieren dafür, diesen Umstand anzuerkennen und auf Basis der Realität eine neue Vision für die Villacher Innenstadt zu entwickeln. Eine Innenstadt, die es sich nicht mehr zum Ziel setzt, Shoppingmeile sondern Lebensraum für die BewohnerInnen und Gäste der Stadt zu sein. Die Zutaten hierfür sind leicht zu finden: Städte in ganz Europa leben es in jeder Größenordnung vor.

Von Kopenhagen über Maastricht und Ljubljana bis nach Gmünd. Die lebenswertesten „Fleckerln“ entwickeln sich dort, wo der motorisierte Individualverkehr nicht mehr stattfindet. Daher möchten wir die Vision einer autofreien Innenstadt auch in Villach forcieren.

Wir schlagen deshalb vor, die Villacher Innenstadt bis zum Jahre 2026 in höchstmöglichem Maße vom motorisierten Individualverkehr zu befreien. Zur Erreichung dieses Ziels wird eine Projektgruppe eingerichtet, die bis zum Ende des 1. Quartals 2020 und unter Einbindung der Villacher Bevölkerung konkrete Maßnahmen und Umsetzungspläne zur Zielerreichung erarbeitet.

„Villach-Wagerl“

Wir schlagen vor, den BesucherInnen der Villacher Innenstadt in Form von „Leiterwagerl“, sogenannten „Villach-Wagerl“, die Möglichkeit zu bieten, mit Freude als Familie Mobilität neu zu erleben. Darüber hinaus eignen sich die Leiterwagerl auch als Transportmittel mengenmäßig vieler oder auch verzeinzelter größerer Dinge über längere Strecken über das Villacher Kopfsteinpflaster.

„Werkzeugbibliothek“

Die nachhaltigste Form des Konsums ist es, unnötigen Konsum zu vermeiden und dadurch Ressourcen zu schonen.

Nach dem Vorbild verschiedener Konzepte, die es bereits in vielen europäischen Städten gibt, soll es künftig auch in Villach möglich sein, kostenlos Werkzeuge und andere Gebrauchsgegenstände zu entlehnen. Durch den gemeinsamen Ankauf von Werkzeugen wird eine bedarfsgerechte Lösung geschaffen, die Ressourcen schont und die Brieftasche der Einzelnen entlastet.

Werkzeugbibliothek in der Innenstadt

  • In der Innenstadt soll nach dem Vorbild der “Library of Things” eine Entlehnstelle für Werkzeug entstehen:
    • Dieses Werkzeug wird den BewohnerInnen nach Anmeldung kostenfrei zur Verfügung gestellt.
    • Erinnerungs- und Mahnmechanismen funktionieren wie in einer gewönlichen Bibliothek.
  • Ziele der Werkzeugbibliothek:
    • Ressourcen schonen – selten genutzte Werkzeuge werden seitens der Stadt angeschafft und müssen nicht mehr von jedem Haushalt einzeln besessen und für jeden einzelnen Haushalt hergestellt werden.
    • Bürger entlasten – durch die Leih-Möglichkeit von Gebrauchsgegenständen wird eine finanzielle Barriere für den Zugang zu benötigtem Werkzeugen abgebaut und die Brieftasche der Bürger geschont. Darüber hinaus wird zu Hause weniger Stauraum für selten genutzte Gegenstände benötigt.

„Mit Pflanzen malen“

Bäume und Sträucher können durch ihre Farbenvielfalt Stadtbilder je nach Jahreszeit unterschiedlichst verschönern. Wir schlagen daher vor, den Villacher Stadtgarten um die Ausarbeitung und Durchführung eines vielfältigen Bepflanzungskonzepts entlang der Drauperme zu ersuchen, das den Erhalt der Artenvielfalt, die Ästhetik unserer Innenstadt und die Lebensqualität der BesucherInnen berücksichtigt. Die Bepflanzung soll an geeigneten Stellen essbar sein und zur Ernte einladen.

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